Die Schlussrechnung. Wechseln Sie doch mal die Perspektive!

Die Schlussrechnung. Wechseln Sie doch mal die Perspektive!

Hand aufs Herz: Wie viele Aufträge haben Sie in diesem oder vielleicht sogar im vergangenen Jahr ausgeführt, die noch nicht endabgerechnet sind? In Zeiten des Baubooms wird in Malerbetrieben ein Auftrag nach dem anderen geschrieben und ausgeführt. Der Kunde nimmt oft lange Wartezeiten in Kauf und freut sich, wenn er endlich an der Reihe ist. Und der Betrieb: Er führt die bestellte Malerleistung perfekt aus, aber im Anschluss fließt kein Geld. Schuld daran sind keine schlechte Zahlungsmoral oder eine Reklamation des Kunden. Schuld daran ist allein der Malerbetrieb. Er schreibt keine Schlussrechnung. Er schreibt sie nicht in zwei, nicht in drei, nicht in vier Wochen nach Auftragsende. Oft vergehen Monate, gar Jahre bis der Kunde eine Schlussrechnung erhält. In einigen Fällen wird mit entsprechendem Zeitablauf sogar ganz auf die Rechnungsstellung verzichtet. Das alles ist Geld, das nicht in den Auftrag eingepreist war und daher auch nicht durch vom Kunden bereits geleistete Abschlagszahlungen gedeckt ist. Hier verschenkt der Betrieb also nicht nur Gewinn. Er verschenkt auch Liquidität. Das ist nicht nur dumm, sondern auch ein Grund, warum viele Betriebe trotz seit Jahren anhaltend guter Auftragslage die Eigenkapitalquote nicht merklich steigern konnten (Lesen Sie hierzu: Ausbauhandwerk: Erbärmliche Eigenkapitalquote trotz guter Auftragslage).

Die Perspektive wechseln
Manchmal lohnt es sich, sich einmal in den Kunden zu versetzen, um zu verstehen, warum dieser tickt wie er tickt. Warum diskutiert der Kunde die Schlussrechnung? Warum meckert er über die abgerechneten Zusatzarbeiten? Warum gefällt ihm plötzlich die Wandfarbe nicht mehr? Warum lässt er sich mit der Zahlung so viel Zeit?
Fangen wir vorne an. Der Kunde freut sich über den langersehnten Wohnungsanstrich und ist überglücklich mit seiner „neuen“ Wohnung. In dieser freudigen Stimmung wird er die Rechnung unmittelbar nach Erhalt gerne zahlen. Er kennt das Prinzip von Leistung und Gegenleistung und hat daher das Geld für den Maler schon angespart und bereitliegen. Doch natürlich unterliegt alles der Gewohnheit. Wohnt der Kunde erst einmal mehrere Wochen bis Monate mit den neu gestrichenen Wänden, ist die Freude gewichen und der Alltag eingekehrt. Das angesparte Geld konnte zwischenzeitlich für andere Zwecke gut verwendet werden. Die noch ausstehende Abrechnung des Malers hat der Kunde schon längst aus den Augen verloren. Erhält er erst jetzt Wochen und Monate später die Rechnung, wird er diese natürlich „auf Herz und Nieren“ prüfen. Aus Sicht des Kunden hat ein Kaufmann, der erst Wochen später die Rechnung schreibt, etwas zu verbergen, aber ganz sicher nichts zu verschenken. Daher wird ganz genau hingeschaut, oft und gerne werden dann einzelne Positionen wie Zusatzarbeiten diskutiert und vor allem mit der Zahlung wird sich viel Zeit gelassen. Ist doch klar: Wenn es der Malerbetrieb mit der Zahlungsanforderung nicht eilig hatte, warum sollte sich dann der Kunde mit der Zahlung beeilen. Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Zeitnahes Abrechnen schützt vor Verlust
Die Antwort liegt also auf der Hand: Nur wer zügig und zeitnah abrechnet, handelt in den Augen des Kunden professionell und korrekt. Was hindert den Malerunternehmer also einer solchen Handlungsweise? Der Malerunternehmer klagt über fehlende Zeit. Doch das vermeintliche Zeitproblem ist kein Zeitproblem. Es fehlt nicht an Zeit. Es fehlt an einer guten Organisation. Zu einer guten Organisation gehört, dass mit Auftragsende alle wesentlichen Informationen für die Schlussrechnung griffbereit vorliegen. Dazu gehören vor allem die Kenntnis über alle ausgeführten Regiearbeiten, Nachträge und die Massen.

Das alles lässt sich leicht digital lösen. Der digitale Malerbetrieb hat mit zeitnahen Abrechnungen kein Problem. Zusatzarbeiten werden auf der Baustelle dokumentiert und im Büro automatisch angezeigt. Das Raumaufmaß wird fix und fertig per Smartphone erfasst und automatisch ins Büro übertragen. Ein Fassadenaufmaß wird auf Grundlage von Fotos automatisch berechnet. Alle Fäden laufen automatisch in der betriebswirtschaftlichen Maler-Software C.A.T.S.-WARICUM zusammen. Doppel- und Mehrfacherfassungen entfallen vollständig. Teilrechnungen und bereits geleistete Zahlungen werden automatisch auf der Schlussrechnung ausgegeben. Bei den Softwarelösungen aus dem Hause C.A.T.S.-Soft greift ein Rädchen ins andere. Das erleichtert die Endabrechnung enorm. So geht dem Malerbetrieb weder wertvolle Zeit noch Geld verloren.