Schwarzarbeit am Bau: Nicht wegschauen, sondern hinschauen

Schwarzarbeit am Bau

Das Bundeskabinett hat Ende Mai 2020 ein „Arbeitsschutzprogramm für die Fleischindustrie“ beschlossen. Aufgeschreckt durch zahllose Coronainfektionen in der Fleischindustrie hat die Politik schnell gehandelt, um die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen ausländischer Werkvertragsarbeiter zu verbessern. Doch arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen allein sind längst nicht alles, die Regierung plant mehr. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wird auf der Webseite des BMAS zitiert mit den Worten: „Besonders wichtig ist mir, dass wir die organisierte Verantwortungslosigkeit in Sub-Unternehmerkonstruktionen beenden. Werkverträge beim Schlachten und Verarbeiten von Fleisch werden verboten.“ Ein Werkvertragsverbot in der Fleischindustrie ist für 2021 geplant.

BR Recherche „Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos?“
Undurchsichtige Sub-Unternehmerstrukturen, ausgenutzte ausländische Arbeiter, die nicht nur schlecht bezahlt, sondern unter menschenunwürdigen Umständen leben müssen, sind nicht nur in der Fleischindustrie anzutreffen. BR Recherche hat sich diesem Thema angenommen. Der Film zur [Weiterlesen…]

Sonnenstich und Co. vermeiden: So schützen Sie Ihre Mitarbeiter

Sonnenstich und Co. vermeiden: So schützen Sie Ihre Mitarbeiter

Es ist in jedem Jahr ein wiederkehrendes Thema. Pünktlich zum Sommerbeginn steigen in Deutschland die Temperaturen schon mal über die 30 Grad Marke. Wer im Freien arbeiten muss, auf Baustellen, Gerüsten oder sonst wo, ist der unerbittlichen Sonne und damit einhergehenden Hitze ausgesetzt.

Und die kann ganz schön an den Kräften zehren und neben Sonnenstich und Hitzeschlag sogar Krankheiten wie weißen Hautkrebs auslösen. Damit es dazu erst gar nicht kommt, gilt es einige wichtige Verhaltensregeln zu beachten.

Welche gesundheitlichen Probleme drohen?
Wer in der prallen Sonne oder bei extremen Temperaturen arbeitet, muss damit rechnen, dass der Kreislauf hier irgendwann nicht mehr mitmacht. Vor allem dann, wenn die Außentemperatur extrem ansteigt und die eigene Körpertemperatur übersteigt, wird es richtig unangenehm. Es können Schwindel, Kopfschmerzen und [Weiterlesen…]

Titandioxid krebserregend? EU-Entscheidung lässt auf sich warten

Titandioxid: EU-Entscheidung lässt auf sich warten

Ist Titandioxid krebserregend? Fast zwei Jahre sind es jetzt her, dass das Thema auf die politische Agenda in Brüssel wanderte. Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienbehörde ECHA empfahl im Juni 2017, das Weißpigment Titandioxid als einen Stoff „mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ durch Einatmen einzustufen. Die Stellungnahme des Ausschusses wurde der Europäischen Kommission zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. Seitdem wird von der EU-Kommission eine Einstufung von Titandioxid als „vermutlich krebserregend“ angestrebt. Bislang fehlte es aber in dem für die Chemikaliengesetzgebung zuständigen REACH-Regelungsausschuss an der erforderlichen qualifizierten [Weiterlesen…]

Deutsche Farbenindustrie: Sinkende Absatzzahlen lassen aufhorchen

Deutsche Farbenindustrie: Sinkende Absatzzahlen lassen aufhorchen

Die Bilanz der deutschen Farbenindustrie für das zurückliegende Geschäftsjahr ist ernüchternd. Peter Jansen, der neue Präsident des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL), präsentierte auf der Wirtschaftspressekonferenz Mitte Februar durchwachsene Zahlen für die rund 200 Mitgliedsunternehmen.

Enttäuschendes Geschäftsjahr für Farben und Lacke
Ob Industrielacke, Holz- und Möbellacke, Bautenfarben oder Druckfarben – alle mussten im Jahr 2018 ein Absatzminus verkraften. Bei den Bautenfarben sank die Nachfrage insgesamt um rund 1,5 Prozent auf 847.000 Tonnen, besonders die Menge verkaufter Lacke und [Weiterlesen…]

Zum Jahresende noch schnell Fördermittel bei der BG Bau sichern

Arbeitsschutzprämie der BG Bau

Im Jahr 2017 verunglückten über 100.000 Beschäftigte auf deutschen Baustellen. Allein 20,5 Prozent dieser Unfälle mussten als Sturz- und Absturzunfälle verbucht werden. Das waren über 21.000 menschliche Schicksale. Für viele endete der Sturz sogar tödlich. So waren allein bei 37,5 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle Abstürze die Ursache. Hochgelegene Arbeitsplätze sind Malern und Stuckateuren nicht fremd. Für Fassaden- und Putzarbeiten müssen sich Betriebe Leitern und [Weiterlesen…]

Neue Chance für Styropor: WDVS-Recycling greifbar nah

Zukunft Polystyrol: WDVS-Recycling greifbar nah
Dämmungen mit expandierendem Polystyrol (EPS), umgangssprachlich als Styropor bekannt, sind in der Vergangenheit stark in Verruf geraten, da alte, verbaute Dämmplatten meist HBCD enthalten und damit als „gefährlicher Abfall“ deklariert sind. Nach dem Entsorgungsdebakel der HBCD-haltigen Abfallstoffe, dürfen diese seit Mitte letzten Jahres wieder in normalen Verbrennungsanlagen entsorgt werden, allerdings unter hohen Nachweisauflagen. Besser als Verbrennen ist aber zweifelsohne das Recyceln. So könnten CO2-Emissionen gesenkt und gleichzeitig neue Rohstoffe gewonnen werden, die wieder zur Herstellung neuer Produkte verwendet werden könnten. Doch das Recycling von EPS-Dämmplatten, die mit allerhand Baustoffen verschmutzt sind, ist kompliziert. Jetzt scheint ein Durchbruch geschafft.

Malerblog.net berichtete bereits im Jahr 2014 von einem bahnbrechenden Recyclingprozess, dem sogenannten CreaSolv®-Verfahren, das sich zum damaligen Zeitpunkt als Forschungsprojekt aber noch in der Testphase im Labor befand (https://www.malerblog.net/das-geht-jeden-maler-an-neues-verfahren-fuer-wdvs-recycling/). Was damals ein vielsprechender Ansatz war, wird jetzt zunehmend Realität. In Terneuzen, einer Gemeinde im Südwesten der Niederlande, entsteht derzeit eine Pilotanlage, die zukunftsweisend ist. An diesem groß angelegten und von [Weiterlesen…]

Eine Innovation, die Leben schützt: Die keimabtötende Tapete

Marburger Tapetenfabrik entwickelte keimabtötende Tapete

Nosokomiale Infektionen, umgangssprachlich besser bekannt als Krankenhausinfektionen, sind ein großes Problem in deutschen Kliniken. Hierbei handelt es sich um Infektionen, die sich Patienten während einer stationären oder ambulanten medizinischen Behandlung zuziehen. In Deutschland kommt es jährlich zu geschätzten 400.000 bis 600.000 solcher Klinikinfektionen und etwa 10.000 bis 15.000 Todesfällen dadurch. Die Zahlen beruhen laut Robert-Koch-Institut auf einer im [Weiterlesen…]

Styropor-Entsorgung: Bundesrat stimmt neuer Verordnung zu

Styropor-Entsorgung: Bundesrat stimmt neuer Verordnung zuDer Bundesrat erteilte am 7. Juli 2017 seine Zustimmung zu der vom Bundeskabinett Anfang Juni beschlossenen Verordnung über die Getrenntsammlung und Überwachung von nicht gefährlichen Abfällen mit persistenten organischen Schadstoffen, kurz POP-Abfall-Überwachungs-Verordnung genannt. Damit ist der Weg frei für eine [Weiterlesen…]

Maler aufgepasst: Neue Leiternorm DIN EN 131-1 für mehr Standsicherheit

Maler aufgepasst: Neue Leiternorm DIN EN 131-1 für mehr StandsicherheitMaler und Stuckateure müssen manchmal hoch hinaus. Nicht immer kann auf Gerüste oder Hubarbeitsbühnen zurückgegriffen werden. Als Arbeitsmittel dient dann in der Regel eine Leiter. Als Arbeitgeber hat der Malerunternehmer dafür Sorge zu tragen, dass die Leiter für die Ausführung der Arbeiten überhaupt geeignet ist, dem aktuellen Stand der Technik entspricht, sie sich in einem funktionsfähigen Zustand befindet und ordnungsgemäß verwendet wird. Mitarbeiter sind daher entsprechend zu unterweisen. Dies alles hat der Malerunternehmer bei der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Absturzunfälle gefährlich
Leiterunfälle machten nach Angaben der BG Bau im Durchschnitt der Jahre 2013/2014 die Hälfte der Absturzunfälle am Arbeitsplatz aus, wobei die durch den Sturz verursachten [Weiterlesen…]

HBCD-haltige Dämmstoffe: Neue Entsorgungsregelung kommt

HBCD-haltige Dämmstoffe: Neue Entsorgungsregelung kommtNach der Einstufung von HBCD-haltigen Dämmstoffen als „gefährlicher Abfall“ und dem daraus folgenden Entsorgungsdebakel im vergangenen Jahr, wurde die entsprechende Regelung Ende Dezember 2016 für ein Jahr ausgesetzt. Malerblog.net berichtete.

Dieses „Moratorium“ sorgte für eine Entschärfung der Entsorgungssituation, ist aber befristet auf ein Jahr und war daher von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht. In dieser Übergangszeit wollten Bund und Länder nach einer geeigneten dauerhaften und bundeseinheitlichen Lösung des Problems suchen. Eine solche Lösung scheint jetzt gefunden.

So hat das Bundeskabinett auf Vorschlag des Bundesumweltministeriums eine Verordnung beschlossen, die den Umgang mit [Weiterlesen…]

Titandioxid krebserregend? Droht eine Krise bei Baufarben?

Ist Titandioxid krebserzeugend?Die Versorgungssituation bei Titandioxid ist angespannt. Die Farbenindustrie leidet unter Lieferengpässen und steigenden Rohstoffpreisen. Jetzt erreichte die Farbenindustrie noch eine weitere Hiobsbotschaft. Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienbehörde ECHA  hat in der vergangenen Woche empfohlen, das Weißpigment Titandioxid als einen Stoff „mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ durch Einatmen einzustufen. Über die Auswirkungen einer solchen Einstufung auf die Farbenindustrie und die Maler- und Lackiererbranche sprach Malerblog.net mit dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL), Herrn Dr. Martin Engelmann. [Weiterlesen…]

Arbeitsunfall: Betriebliche Ersthelfer sind Pflicht – auch im Malerbetrieb

Erste Hilfe: Der Ersthelfer ist auch in Handwerksbetrieben Pflicht!Im Jahr 2014 ereigneten sich auf deutschen Baustellen 103.731 Arbeitsunfälle. Dies zeigt, Arbeitsschutz ist ein wichtiges Thema. Denn trotz rückläufiger Unfallzahlen, ist für die Betroffenen jeder Unfall noch einer zu viel. Leider lässt sich trotz umfangreicher Arbeitsschutzmaßnahmen durch den Unternehmer nicht jeder Unfall verhindern. In jedem Betrieb in Deutschland ist daher von dem Unternehmer eine wirksame Erste Hilfe durch die Bestellung von betrieblichen Ersthelfern sicherzustellen. Das gilt auch für [Weiterlesen…]

Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen. Eine sinnvolle Alternative zu Polystyrol?

Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen. Eine sinnvolle Alternative zu Polysterol?

Wärmedämmung ist in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Gerade der Verwendung klassischer Materialien wie Polystyrol stehen viele Verbraucher skeptisch gegenüber. Immer häufiger wird der Ruf nach alternativen Materialien laut. Unter den Schlagwörtern Bio-Rohstoffe oder nachwachsende Rohstoffe machen neue Produkte von sich reden. Doch welche Vorteile bieten nachwachsende Rohstoffe wie Hanf, Schilf oder Zellulose? Sind sie zum Dämmen wirklich geeignet?

Malerblog.net sprach mit Dipl.-Ing. Eva Riks vom Kompetenzzentrum HessenRohstoffe. [Weiterlesen…]

Deutsche lieben historische Farbtöne bei Baudenkmälern

Historische Farbtöne liegen voll im Trend.Ob in der Mode oder der Fotografie, Retro ist total angesagt. Da verwundert es nicht, dass sich dieser Trend offenbar auch bei Baudenkmälern fortsetzt. Ginge es nach den Wünschen der Bundesbürger, würden 50 Prozent die Farbigkeit an Baudenkmälern authentisch nachstellen. Das belegt eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern im Alter ab 16 Jahren im Auftrag des Deutschen Lackinstituts. [Weiterlesen…]

Dem Schimmel auf der Spur mit einem lebenden „Messgerät“

Schimmelhund-1000671Schimmel in den eigenen vier Wänden zu haben, ist eine ernste und unangenehme Sache. Und eine immer häufiger werdende noch dazu. Viele Menschen reagieren allergisch auf die Sporen. Doch den Schimmelherd zu finden ist nicht ganz einfach. Oft sitzt der Schimmel hinter Tapeten, Fliesen, Schränken und vielem mehr und die feinen Sporen sind von menschlichen Nasen kaum zu identifizieren. 

Ganz anders ist das bei Hunden. Das weiß auch Sylvia Strate aus dem hessischen Hadamar, die gemeinsam mit ihren Labradoren Tony und Joy dem Schimmel den Kampf angesagt hat. Die Architektin und Baubiologin hat ihre beiden Lieblinge nämlich zu Schimmelspürhunden ausbilden lassen. „Labradore müssen gefordert werden, man sollte sie rassetypisch auslasten. Tony und Joy werden mit [Weiterlesen…]

Qualitätskontrolle: Ein Blick ins Prüflabor bei ADLER!

Mit dieser Kugel wird im Adler Prüflabor in Schwaz/Österreich die Dichte bestimmt.

Foto: ADLER

Der Wecker klingelt. Der Ofen ist heiß, das Wasserbad warm. Und der „Mixer“ läuft schon. Nein, wir sind nicht beim Kuchen backen, sondern im ADLER-Prüflabor, wo alle Lacke des österreichischen Herstellers ADLER auf Herz und Nieren geprüft werden. Jede einzelne Charge, die in der Produktion hergestellt wird, nehmen acht Experten genauestens unter die Lupe. Und dazu brauchen sie eine Ausrüstung, die man auf den ersten Blick vielleicht eher in einer Küche vermuten würde: Ein Wasserbad, um die Lacke auf eine stets vergleichbare Temperatur zu bringen. Einen Ofen, um nach rascher Aushärtung den Glanzgrad kontrollieren zu können. Ein Rotationsviskosimeter. Und natürlich auch [Weiterlesen…]