Ausbauhandwerk: Erbärmliche Eigenkapitalquote trotz guter Auftragslage

Ausbauhandwerk: Erbärmliche Eigenkapitalquote trotz guter Auftragslage

Eigenkapitalquote Ausbauhandwerk Frühjahr 2019, Quelle: Statista.de; Grafik: cats-soft.de

Die Eigenkapitalquote ist eine wichtige Kennzahl, um die finanzielle Situation eines Unternehmens zu beurteilen. Je höher sie ist, desto weniger Fremdkapital ist im Betrieb vorhanden. Im  Allgemeinen wird von einem soliden Unternehmen gesprochen, wenn dieses eine Eigenkapitalquote von 30 Prozent und mehr besitzt. Ab einer Quote von 20 Prozent befinden sich Unternehmen auf einem guten Weg. Doch nur knapp ein Fünftel der Betriebe im Ausbauhandwerk (19,7 Prozent) verfügen über eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent. Zweidrittel der Betriebe (66,3 Prozent) erreichen nicht einmal eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent. Im Bauhauptgewerbe sieht es nicht viel besser aus. Hier können nur 19,4 Prozent der Betriebe eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent ihr eigen nennen. Diese Informationen entstammen dem Statistikportal statista.de. Sie geben ein Umfrageergebnis aus dem Frühjahr 2019 wider. Die seit Jahren sehr gute Auftragslage im Bausektor konnten die Betriebe offensichtlich bis jetzt nicht zu einer nennenswerten, finanziellen Stabilisierung durch Eigenkapital nutzen.