Ein Meileinstein bei EPS-Dämmstoffabfällen: Nachhaltige Rohstoffrückgewinnung

PolyStyreneLoop-Werk in den Niederlanden

Quelle: IVH

Das Recycling von EPS-Dämmstoffabfällen ist schon seit längerer Zeit im Gespräch. Jetzt endlich ist es soweit. Mit dem PolyStyreneLoop-Werk in den Niederlanden ist es möglich, EPS-Dämmstoffabfälle zu recyceln. Ein modernes Verfahren, entwickelt vom Fraunhofer Institut für Verfahrens- und Verpackungstechnik, auf der Basis der CreaSolv®-Technologie macht es möglich. Das gleicht einem Meilenstein, denn bisher galt EPS, also Styropor, als nicht recycelbar.

In Terneuzen ging bereits im Juni diesen Jahres eine Recycling-Anlage in Betrieb. Das Besondere und Außergewöhnliche an dieser Anlage ist, dass sie [Weiterlesen…]

Neue Chance für Styropor: WDVS-Recycling greifbar nah

Zukunft Polystyrol: WDVS-Recycling greifbar nah

Dämmungen mit expandierendem Polystyrol (EPS), umgangssprachlich als Styropor bekannt, sind in der Vergangenheit stark in Verruf geraten, da alte, verbaute Dämmplatten meist HBCD enthalten und damit als „gefährlicher Abfall“ deklariert sind. Nach dem Entsorgungsdebakel der HBCD-haltigen Abfallstoffe, dürfen diese seit Mitte letzten Jahres wieder in normalen Verbrennungsanlagen entsorgt werden, allerdings unter hohen Nachweisauflagen. Besser als Verbrennen ist aber zweifelsohne das Recyceln. So könnten CO2-Emissionen gesenkt und gleichzeitig neue Rohstoffe gewonnen werden, die wieder zur Herstellung neuer Produkte verwendet werden könnten. Doch das Recycling von EPS-Dämmplatten, die mit allerhand Baustoffen verschmutzt sind, ist kompliziert. Jetzt scheint ein Durchbruch geschafft.

Malerblog.net berichtete bereits im Jahr 2014 von einem bahnbrechenden Recyclingprozess, dem sogenannten CreaSolv®-Verfahren, das sich zum damaligen Zeitpunkt als Forschungsprojekt aber noch in der Testphase im Labor befand (https://www.malerblog.net/das-geht-jeden-maler-an-neues-verfahren-fuer-wdvs-recycling/). Was damals ein vielsprechender Ansatz war, wird jetzt zunehmend Realität. In Terneuzen, einer Gemeinde im Südwesten der Niederlande, entsteht derzeit eine Pilotanlage, die zukunftsweisend ist. An diesem groß angelegten und von [Weiterlesen…]

Styropor-Chaos: Bundesrat beschließt Kompromiss auf Zeit statt dauerhafte Lösung

Styropor-Chaos: Bundesrat beschließt Kompromiss auf Zeit statt dauerhafte LösungDie Entsorgung HBCD-haltiger Abfälle stand heute auf der Agenda der Länderkammer. Müssen HBCD-haltige Dämmstoffe weiterhin als Sondermüll entsorgt werden – ja oder nein? Die Entscheidung ist gefallen. Allerdings nicht ganz so wie sich das einige Bundesländer und verschiedene Verbände gewünscht haben, denn in der heutigen Bundesratssitzung konnten sich die Länder nur auf eine vorübergehende „Lösung“ [Weiterlesen…]

Styroporabfall-Krise: Es kommt Bewegung in den Entsorgungsstau

Styroporabfall Seit 1. Oktober 2016 gelten in Deutschland Dämmstoffe, die mehr als 0,1 Prozent HBCD enthalten, als „gefährlicher Abfall“ und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Obwohl der Stichtag bereits seit Frühjahr bekannt ist, gestaltet sich die praktische Umsetzung dieser Neubewertung von HBCD-haltigen Styropor-Abfällen problematisch. Die Folge: Entsorger verweigern die Annahme, Bauherrn sowie Handwerker bleiben auf ihrem Styropor sitzen. Verbände laufen seit Wochen gegen diesen unhaltbaren Zustand [Weiterlesen…]

Sondermüll Styropor: Politik lädt Problem auf dem Rücken der Handwerker ab

Sondermüll Styropor: Entsorger verweigern Annahme von Polystyrol-Abfall Das Problem heißt „HBCD“, das Flammschutzmittel, das früher in Polystyrol-Dämmplatten verarbeitet wurde, macht aus Styroporabfall seit 1. Oktober 2016 Sondermüll und das mit weitreichenden Folgen. Was als „gefährlicher Abfall“ eingestuft ist, darf nur über Verbrennungsanlagen mit entsprechender Zulassung thermisch verwertet werden. Offensichtlich fehlt es aber an ausreichenden Entsorgungskapazitäten im Land. Betreiber von Verbrennungsanlagen verweigern zunehmend die Annahme und der Bauhandwerker wird seinen Styroporabfall nicht mehr los. 

Handwerker bleiben auf Styropor sitzen
Stuckateurmeister Volker Fischenich aus Höchstberg weiß, wovon er redet, wenn er von dem Dilemma berichtet, in dem er gerade steckt. Seinen letzten Container mit Styroporresten hat sein Entsorger noch im September abgeholt, aber ihm dabei bereits zu verstehen gegeben, dass er keinen weiteren Styroporabfall mehr annehme, da er selbst auf dem Styropor-Müll sitzenbleibe. Auch die Tatsache, dass sich Fischenich von allen Herstellern hat bescheinigen lassen, dass es sich bei den Styroporresten um [Weiterlesen…]

Entsorger verweigern Annahme von Styropor-Abfällen. IVH schlägt Alarm: Entsorgungsnotstand droht.

Entsorger verweigern Annahme von Styropor-Abfällen. Entsorgungsnotstand droht. IVH schlägt Alarm. Ab 1. Oktober 2016 ist HBCD-haltiges Polystyrol als „gefährlicher Abfall“ eingestuft und gilt als Sondermüll. Nur Verbrennungsanlagen mit entsprechender Zulassung dürfen ab diesem Zeitpunkt solche Dämmstoffabfälle noch thermisch verwerten. Offensichtlich verweigern aber zahlreiche Entsorgerfirmen und Müllheizkraftwerke bereits jetzt die Annahme von Styropor-Abfall. Der Industrieverband Hartschaum e.V. (IVH) schlägt Alarm. In einem Schreiben vom 8. September 2016, das Malerblog.net vorliegt, wendet er sich direkt an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und [Weiterlesen…]

Dämmplatten aus Polystyrol bald Sondermüll. Was Maler und Stuckateure wissen sollten.

Dämmplatten aus Polystyrol sind bald Sondermüll.Der seit Jahrzehnten an Hausfassaden zur Dämmung eingesetzte Dämmstoff Polystyrol, dem der Flammhemmer HBCD (Hexabromcyclododecan) beigefügt wurde, wird wohl in Kürze als gefährlicher Abfall eingestuft und gilt dann als Sondermüll. Das ergab eine Nachfrage von Malerblog.net beim Umweltbundesamt.

Vom Dämmstoff zum Sondermüll
In Deutschland regelt die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) die Einstufung von Abfällen nach ihrer Gefährlichkeit. Diese wurde jetzt novelliert. In der am 10. März 2016 veröffentlichten Abfallverzeichnisverordnung wurde ein Verweis auf alle Stoffe gesetzt, die im [Weiterlesen…]

Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen. Eine sinnvolle Alternative zu Polystyrol?

Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen. Eine sinnvolle Alternative zu Polysterol?

Wärmedämmung ist in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Gerade der Verwendung klassischer Materialien wie Polystyrol stehen viele Verbraucher skeptisch gegenüber. Immer häufiger wird der Ruf nach alternativen Materialien laut. Unter den Schlagwörtern Bio-Rohstoffe oder nachwachsende Rohstoffe machen neue Produkte von sich reden. Doch welche Vorteile bieten nachwachsende Rohstoffe wie Hanf, Schilf oder Zellulose? Sind sie zum Dämmen wirklich geeignet?

Malerblog.net sprach mit Dipl.-Ing. Eva Riks vom Kompetenzzentrum HessenRohstoffe. [Weiterlesen…]

Dämmstoffindustrie gespalten. Ist die Dämmung in Deutschland jetzt tot?

Dämmstoffindustrie gespalten. GDI löst sich auf. Ist die Dämmung in Deutschland tot?Seit 1. Oktober 2015 befindet sich der Gesamtverband Dämmstoffindustrie GDI e.V. in Liquidation. Er wird nach fast vier Jahrzehnten aufgelöst. Laut Medienberichten sind Auseinandersetzungen zwischen Herstellern organischer Dämmstoffe einerseits und anorganischer Dämmstoffe andererseits Auslöser für die Verbandsauflösung. Malerblog.net wollte es genau wissen und sprach mit der Geschäftsführerin des sich in Auflösung befindenden Gesamtverbandes, Frau Marianne Tritz, über die aktuelle Situation sowie die Zukunft von Wärmedämmung in [Weiterlesen…]

Styroporsanierung in luftiger Höhe: Wenn der Maler an der Fassade hängt!

 

ColorClean-1008616Dienstagmorgen, 8.30 Uhr. Hinter einigen Wolken blitzt die Sonne hervor. Das Wetter ist ideal. Thomas Kretschmer prüft ein letztes Mal seine Karabiner. Auch die Halterung unter seinem Allerwertesten ist richtig montiert. Alles sitzt. Er wagt einen Blick nach unten. 12 Meter steile Wand liegen unter ihm. Er hat sich genau überlegt, wie er vorgeht. Das Seil ist fest verankert. Er ist gesichert. Es kann also losgehen. Langsam bewegt er sich von der Kante nach unten. Er schwebt. Gesichert an einem Seil, hängt er in der [Weiterlesen…]

Das geht jeden Maler an: Neues Verfahren für WDVS-Recycling

Recycling von Styropor-Dämmplatten.Das Dämmen von Fassaden ist in Deutschland nach wie vor ein großes Thema. Der am häufigsten verbaute Dämmstoff ist expandiertes Polystyrol (EPS) – auch Styropor genannt. Bis 2050 soll der Gebäudebestand [Weiterlesen…]

Spechte lieben Wärmedämmung. Glatter Putz bietet ihnen keinen Halt.

Buntspecht liebt Wärmedämmung und hackt faustgroße Löcher in Hausfassaden. Durch die Spechtlöcher entstehen Kältebrücken und Feuchtigkeit dringt ein.  Garantiert erfolgreiche Abwehrmaßnahmen gibt's noch nicht.
Nebelschwaden ziehen frühmorgens durchs Land. Die Tage werden merklich kürzer. Die Nächte dafür länger. Es ist Herbst. Herbstzeit ist auch Spechtzeit. Bei einem Sonntagsspaziergang im Wald hört man sie klopfen und freut sich [Weiterlesen…]

Reaktion auf Medienkritik an WDVS: Sto AG fordert von Journalisten Rückkehr zur sachlichen Debatte.

Reaktion auf Medienkritik an WDVS: Sto AG fordert von Journalisten Rückkehr zur sachlichen Debatte.Seit Monaten wird in den Medien kritisch über das Thema „Wärmedämmung“ berichtet und nicht immer wird hierbei der Eindruck einer ausgewogenen, sachlichen Auseinandersetzung mit der Thematik erweckt. Beispielhaft seien hier der TV-Beitrag „Brandgefährliche Fassadendämmung: Das falsche Spiel der Lobbyisten“ der WDR-Sendung Monitor vom [Weiterlesen…]

Wärmedämmung in der Kritik

Wärmedämmung in der Kritik„Brandgefährliche Fassadendämmung: Das falsche Spiel der Lobbyisten“, so lautete der Titel des Fernsehbeitrags, den die WDR-Sendung „Monitor“ am 09. Januar 2014 in der ARD ausstrahlte. Der Aufmacher des Films sind brennende [Weiterlesen…]

Studie sorgte für Wirbel um Effizienz von Wärmedämmung

Wärmedämmung„Die große Lüge von der Wärmedämmung“ titelte am 29.03.2013 die „Welt Online“ und trat damit eine heftige Debatte los. Sogar von „Verschleuderung von Steuergeldern“ ist in dem Artikel die Rede.  
 

Was war passiert? Auslöser ist eine Studie, die das Forschungsinstitut Prognos für die Förderbank KFW erstellte. Hierbei handelt es sich in erster Linie um eine volkswirtschaftliche Analyse der KFW-Programme zum Energieeffizienten Bauen und Sanieren. Um die Energiewende [Weiterlesen…]