Fachkräfte binden – Schlechtwetterkündigungen vermeiden

Fachkräfte binden - Schlechtwetterkündigungen vermeiden

Was ist trüb, grau, nass und kalt? Antwort: Der Winter. Dauerfrost und Schnee sorgen bei so manchen Außenbaustellen für einen unfreiwilligen Baustellenstopp. Spielt das Wetter in der kalten Jahreszeit nicht mit, sieht der Rahmentarifvertrag (RTV) die sog. Schlechtwetterkündigung vor. In der Zeit vom 15. November bis zum 15. März haben Malerbetriebe die Möglichkeit, gewerbliche Arbeitnehmer bei schlechter Witterung mit eintägiger Kündigungsfrist mit Wiedereinstellungsgarantie zu kündigen. Das schlechte Wetter muss also für einen unfreiwilligen Baustellenstopp verantwortlich sein. 

Fachkräftemangel im Blick
An Aufträgen mangelt es der Mehrheit der Maler- und Stuckateurbetriebe nicht. So ist derzeit von Auftragsreichweiten von 11 bis 14 Wochen die Rede. Am Bau mangelt es vielmehr, wie in vielen anderen Branchen auch, an Fachkräften. Stellenanzeigen, Mund-zu-Mund-Propaganda und vieles mehr sind nicht immer kurzfristig erfolgversprechend. Zahlreiche Stellen sind vakant und bleiben oft monatelang unbesetzt. Jeder Betrieb, der keinen Mitarbeiter verlieren möchte, sollte daher nicht vorschnell von Schlechtwetterkündigungen Gebrauch machen. Denn hier muss jeder Firmeninhaber bedenken, dass der Betrieb zwar den Beschäftigten spätestens nach vier Monaten wieder einstellen muss, der gekündigte Mitarbeiter aber ab sofort dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht und sich eine neue Stelle suchen kann. So könnten wichtige Mitarbeiter unwiederbringlich verloren gehen. Das Ziel sollte also eine ganzjährig durchgehende Mitarbeiterbeschäftigung sein.

Ganzjährig vorausschauend handeln
Eine gute Methode zur Überbrückung von Schlechtwettertagen ist das Führen von Arbeitszeitkonten. Mehrarbeit, die meistens im Sommer angespart wird, wird durch die Minderzeit im Winter über ein Arbeitszeitkonto ausgeglichen. Hierbei sind die Vorgaben des Rahmentarifvertrags zu beachten. Das Führen von Arbeitszeitkonten ist nicht nur an Schlechtwettertagen hilfreich, sondern bietet sich vor allem auch für Betriebe an, denen es regelmäßig an Winteraufträgen mangelt. In beiden Fällen sorgt das Arbeitszeitkonto für mehr Flexibilität im Firmenalltag und für eine durchgehende Beschäftigung der Mitarbeiter.

In den meisten Bauhandwerksbetrieben sind Aufträge derzeit keine Mangelware. An Schlechtwettertagen lassen sich daher mit etwas organisatorischem Geschick die betroffenen Mitarbeiter auch flexibel auf anderen Parallelbaustellen, die nicht wetterabhängig sind, einsetzen. Hierzu benötigt man lediglich einen tagesaktuellen Baustellenstand, um zu wissen, welcher Mitarbeiter mit seinen Fähigkeiten die Kollegen auf einer anderen Baustelle produktiv unterstützen kann. 

Digitale Organisationsmittel helfen
Was früher mit viel Aufwand verbunden war, ist heutzutage keine Hexerei mehr. Digitale Organisationsmittel setzen genau hier an. Sie unterstützen den Chef bei der Erledigung dieser Aufgaben. Mit der Projekteinsatzplanung der betriebswirtschaftliche Maler-Software C.A.T.S.-WARICUM ist das kurzfristige Umplanen von Mitarbeitern, Geräten und Maschinen auf eine andere Baustelle im Handumdrehen erledigt. Über das Chef-Informationssystem CIS© sieht der Chef sofort, ob eine Baustelle dem Soll-Stand hinterherhinkt und zusätzlicher Personalbedarf diesem Zustand abhelfen kann. Er sieht zudem, wo die Baustellen stehen und welche Arbeiten als nächstes anstehen. Steht als nächstes das Auftragen des Innenputzes an, so kann er gezielt einen ausgewiesenen Verputzer auf diese Baustelle einplanen. Das Mitarbeiter-Informationssystem MIS© der Maler-Software informiert die Mitarbeiter über die geänderten Baustelleneinsätze. So sieht jeder Mitarbeiter, wo er an diesem und/oder in den nächsten Tagen zum Einsatz kommt. Und entscheidet sich ein Betrieb für das Führen von Arbeitszeitkonten, ist er ebenfalls mit der Software aus dem Hause C.A.T.S.-Soft gut versorgt – ganz ohne zusätzlichen Mehraufwand. Mit der Zeiterfassungslösung CATSbauzeit erfolgt die mitarbeiterbezogene Kontenführung praktisch als „Abfallprodukt“ der täglichen Arbeitszeitenerfassung auf der Baustelle.

So arbeitet der digitale Malerbetrieb von heute.