Am Marktpreis zugrunde gehen.

Wenn Malerbetriebe nur auf Marktpreise setzen statt auf eine Preiskalkulation kann am Preis sterben. „Kalkulieren? Das mach ich nun wirklich nicht. Dafür hab ich keine Zeit. Die Preise, die habe ich doch alle im Kopf“, so tönt es aus vielen Malerbetrieben und schnell wird nachgeschoben „außerdem nehme ich immer den Marktpreis. Da kann garantiert nichts schief gehen.“
Ja, es gibt sie tatsächlich: Die „Marktpreis-Orientierten“. Das sind die Kollegen, die sich nach dem sogenannten Marktpreis richten. Also dem, was man halt so nimmt für eine Arbeit! Das, was als gängig gilt und was, nach Meinung dieser Betriebe, von jedem Maler oder Stuckateur aus der Region eben genommen wird.
Doch wer bestimmt überhaupt den Marktpreis? Und ist der richtig? Deckt er überhaupt die Kosten des eigenen Betriebes? Und kann er von jedem bedenkenlos verwendet werden? Fragen über Fragen, die sich hier stellen. Und sie sind alle absolut berechtigt.

Kalkulieren oder verlieren
Aber fangen wir vorne an. Kann es denn so falsch sein, den Marktpreis einfach zu übernehmen? Ja, das kann es! Es kann sogar fatal sein. Mit einer derartigen Arbeitsweise haben sich schon viele Betriebe um Kopf und Kragen gebracht und nicht selten sind sie mit dem Marktpreis untergegangen und verschwunden. Bums, Aus die Maus, Finito!

Wer nicht kalkuliert, hat keinen Überblick darüber, ob er Gewinn oder Verlust macht. Er weiß nicht einmal, ob der gewählte Preis überhaupt die Kosten deckt. Er weiß schlichtweg nicht, wo er mit seinem Unternehmen steht. Und genau das ist die Crux, wenn man mit sogenannten „Marktpreisen“ hantiert. Man wählt einen Preis, von dem man glaubt, er sei in Ordnung, weil er am Markt geläufig ist, weil ihn die Konkurrenz eben so verlangt. Sich ausschließlich an Kollegen zu orientieren, kann aber trügerisch sein. Die eigene betriebliche Situation wird hierbei nämlich nicht reflektiert. Unternehmerisches Handeln sieht anders aus.

Mit einer guten Kalkulation wird ermittelt, ob die Preise genügen, um die betrieblichen Kosten zu decken und einen Gewinn einzufahren. Auf diese Weise lassen sich auch schnell profitable von weniger profitablen Aufträgen unterscheiden.

Vielleicht liegt der kalkulierte Preis sogar unter dem Marktpreis, dann hat man noch Spielraum, kann sich freudig zurücklehnen und einem Preiskampf gelassen entgegen sehen. Vielfach wird der kalkulierte Preis aber über dem Marktpreis liegen. Wer hier dennoch auf den Marktpreis setzt, deckt nicht einmal die betrieblichen Kosten. Damit entsteht ein Verlust bei jeder Baustelle. Wer so dauerhaft handeln will, ist garantiert bald pleite.  Zugegeben: Wer einen kalkulierten Preis hat, der weit über dem üblichen Marktpreis liegt, wird es schwer haben, an Aufträge zu kommen. Hier gilt es einen Spagat zu schaffen: Der Preis muß hoch genug sein, um Erträge für das Unternehmen zu gewährleisten, und niedrig genug, um für Kunden einen Anreiz zu bieten. Diesen Spagat schafft man aber nur, wenn man einen Überblick hat.

Heutzutage reicht es eben nicht mehr nur eine solide Arbeit auf der Baustelle abzuliefern. Wer vorher nicht richtig kalkuliert hat, guckt hinterher dumm aus der Wäsche. Preise der Konkurrenz zu übernehmen oder einfach nur grob zu schätzen, ist absolut unprofessionell. Denn Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Und mal ehrlich: Wer betreibt sein Unternehmen nur aus Spaß? Ziel eines jeden Unternehmers ist es doch, nicht nur die Kosten zu decken, sondern auch einen Gewinn zu erzielen. Da ist eine Preiskalkulation ein guter Anfang. Denn wer richtig kalkuliert, sichert sein Unternehmen langfristig.

Der Gewinn ist das Ziel
Doch wie kalkuliert man eigentlich richtig? Wer es richtig machen will, sollte einige Parameter, die die Baustelle betreffen, kennen. Arbeitsumfang, die Art der Ausführung, die benötigte Arbeitszeit und die Materialmenge müssen bekannt sein. Doch hier entsteht meist schon das erste Problem. Wer hat schon eine detaillierte Materialkalkulation im Kopf oder ist sich im klaren darüber, wie lange die einzelnen Arbeiten dauern werden. Deshalb gibt es mit dem C.A.T.S.-Praxis-Leistungskatalog ein ideales Werkzeug, das jedem Maler hilft, einfach, perfekt und sicher zu kalkulieren.

Perfekte Vorgaben
Der Katalog liefert neben den über 800 ausführlichen Leistungsbeschreibungen praxisnahe Durchschnittswerte, die die Dauer einer Arbeit beziffern und zusätzlich den dazugehörigen detaillierten Materialverbrauch angeben. Das bedeutet, es ist sofort klar wieviel Material in welcher Menge benötigt wird und wie lange die Arbeit dauert. Nicht nur für die Kalkulation sind diese Informationen Gold wert, auch für die spätere korrekte Ausführung ist gesorgt. Durch die Angabe der praxisorientierten Bauzeiten haben die Mitarbeiter hinterher eine perfekte Vorgabe, die realisierbar ist und an der sie sich messen können. So ist nicht nur die Kalkulation gesichert, auch auf der Baustelle läuft es rund.

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