Neue Chance für Styropor: WDVS-Recycling greifbar nah

Zukunft Polystyrol: WDVS-Recycling greifbar nah
Dämmungen mit expandierendem Polystyrol (EPS), umgangssprachlich als Styropor bekannt, sind in der Vergangenheit stark in Verruf geraten, da alte, verbaute Dämmplatten meist HBCD enthalten und damit als „gefährlicher Abfall“ deklariert sind. Nach dem Entsorgungsdebakel der HBCD-haltigen Abfallstoffe, dürfen diese seit Mitte letzten Jahres wieder in normalen Verbrennungsanlagen entsorgt werden, allerdings unter hohen Nachweisauflagen. Besser als Verbrennen ist aber zweifelsohne das Recyceln. So könnten CO2-Emissionen gesenkt und gleichzeitig neue Rohstoffe gewonnen werden, die wieder zur Herstellung neuer Produkte verwendet werden könnten. Doch das Recycling von EPS-Dämmplatten, die mit allerhand Baustoffen verschmutzt sind, ist kompliziert. Jetzt scheint ein Durchbruch geschafft.

Malerblog.net berichtete bereits im Jahr 2014 von einem bahnbrechenden Recyclingprozess, dem sogenannten CreaSolv®-Verfahren, das sich zum damaligen Zeitpunkt als Forschungsprojekt aber noch in der Testphase im Labor befand (https://www.malerblog.net/das-geht-jeden-maler-an-neues-verfahren-fuer-wdvs-recycling/). Was damals ein vielsprechender Ansatz war, wird jetzt zunehmend Realität. In Terneuzen, einer Gemeinde im Südwesten der Niederlande, entsteht derzeit eine Pilotanlage, die zukunftsweisend ist. An diesem groß angelegten und von [Weiterlesen…]

HBCD-haltige Dämmstoffe: Neue Entsorgungsregelung kommt

HBCD-haltige Dämmstoffe: Neue Entsorgungsregelung kommtNach der Einstufung von HBCD-haltigen Dämmstoffen als „gefährlicher Abfall“ und dem daraus folgenden Entsorgungsdebakel im vergangenen Jahr, wurde die entsprechende Regelung Ende Dezember 2016 für ein Jahr ausgesetzt. Malerblog.net berichtete.

Dieses „Moratorium“ sorgte für eine Entschärfung der Entsorgungssituation, ist aber befristet auf ein Jahr und war daher von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht. In dieser Übergangszeit wollten Bund und Länder nach einer geeigneten dauerhaften und bundeseinheitlichen Lösung des Problems suchen. Eine solche Lösung scheint jetzt gefunden.

So hat das Bundeskabinett auf Vorschlag des Bundesumweltministeriums eine Verordnung beschlossen, die den Umgang mit [Weiterlesen…]

Styroporabfall-Krise: Es kommt Bewegung in den Entsorgungsstau

Styroporabfall Seit 1. Oktober 2016 gelten in Deutschland Dämmstoffe, die mehr als 0,1 Prozent HBCD enthalten, als „gefährlicher Abfall“ und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Obwohl der Stichtag bereits seit Frühjahr bekannt ist, gestaltet sich die praktische Umsetzung dieser Neubewertung von HBCD-haltigen Styropor-Abfällen problematisch. Die Folge: Entsorger verweigern die Annahme, Bauherrn sowie Handwerker bleiben auf ihrem Styropor sitzen. Verbände laufen seit Wochen gegen diesen unhaltbaren Zustand [Weiterlesen…]

Sondermüll Styropor: Politik lädt Problem auf dem Rücken der Handwerker ab

Sondermüll Styropor: Entsorger verweigern Annahme von Polystyrol-Abfall Das Problem heißt „HBCD“, das Flammschutzmittel, das früher in Polystyrol-Dämmplatten verarbeitet wurde, macht aus Styroporabfall seit 1. Oktober 2016 Sondermüll und das mit weitreichenden Folgen. Was als „gefährlicher Abfall“ eingestuft ist, darf nur über Verbrennungsanlagen mit entsprechender Zulassung thermisch verwertet werden. Offensichtlich fehlt es aber an ausreichenden Entsorgungskapazitäten im Land. Betreiber von Verbrennungsanlagen verweigern zunehmend die Annahme und der Bauhandwerker wird seinen Styroporabfall nicht mehr los. 

Handwerker bleiben auf Styropor sitzen
Stuckateurmeister Volker Fischenich aus Höchstberg weiß, wovon er redet, wenn er von dem Dilemma berichtet, in dem er gerade steckt. Seinen letzten Container mit Styroporresten hat sein Entsorger noch im September abgeholt, aber ihm dabei bereits zu verstehen gegeben, dass er keinen weiteren Styroporabfall mehr annehme, da er selbst auf dem Styropor-Müll sitzenbleibe. Auch die Tatsache, dass sich Fischenich von allen Herstellern hat bescheinigen lassen, dass es sich bei den Styroporresten um [Weiterlesen…]

Entsorger verweigern Annahme von Styropor-Abfällen. IVH schlägt Alarm: Entsorgungsnotstand droht.

Entsorger verweigern Annahme von Styropor-Abfällen. Entsorgungsnotstand droht. IVH schlägt Alarm. Ab 1. Oktober 2016 ist HBCD-haltiges Polystyrol als „gefährlicher Abfall“ eingestuft und gilt als Sondermüll. Nur Verbrennungsanlagen mit entsprechender Zulassung dürfen ab diesem Zeitpunkt solche Dämmstoffabfälle noch thermisch verwerten. Offensichtlich verweigern aber zahlreiche Entsorgerfirmen und Müllheizkraftwerke bereits jetzt die Annahme von Styropor-Abfall. Der Industrieverband Hartschaum e.V. (IVH) schlägt Alarm. In einem Schreiben vom 8. September 2016, das Malerblog.net vorliegt, wendet er sich direkt an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und [Weiterlesen…]

Dämmplatten aus Polystyrol bald Sondermüll. Was Maler und Stuckateure wissen sollten.

Dämmplatten aus Polystyrol sind bald Sondermüll.Der seit Jahrzehnten an Hausfassaden zur Dämmung eingesetzte Dämmstoff Polystyrol, dem der Flammhemmer HBCD (Hexabromcyclododecan) beigefügt wurde, wird wohl in Kürze als gefährlicher Abfall eingestuft und gilt dann als Sondermüll. Das ergab eine Nachfrage von Malerblog.net beim Umweltbundesamt.

Vom Dämmstoff zum Sondermüll
In Deutschland regelt die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) die Einstufung von Abfällen nach ihrer Gefährlichkeit. Diese wurde jetzt novelliert. In der am 10. März 2016 veröffentlichten Abfallverzeichnisverordnung wurde ein Verweis auf alle Stoffe gesetzt, die im [Weiterlesen…]