Neue Chance für Styropor: WDVS-Recycling greifbar nah

Zukunft Polystyrol: WDVS-Recycling greifbar nah
Dämmungen mit expandierendem Polystyrol (EPS), umgangssprachlich als Styropor bekannt, sind in der Vergangenheit stark in Verruf geraten, da alte, verbaute Dämmplatten meist HBCD enthalten und damit als „gefährlicher Abfall“ deklariert sind. Nach dem Entsorgungsdebakel der HBCD-haltigen Abfallstoffe, dürfen diese seit Mitte letzten Jahres wieder in normalen Verbrennungsanlagen entsorgt werden, allerdings unter hohen Nachweisauflagen. Besser als Verbrennen ist aber zweifelsohne das Recyceln. So könnten CO2-Emissionen gesenkt und gleichzeitig neue Rohstoffe gewonnen werden, die wieder zur Herstellung neuer Produkte verwendet werden könnten. Doch das Recycling von EPS-Dämmplatten, die mit allerhand Baustoffen verschmutzt sind, ist kompliziert. Jetzt scheint ein Durchbruch geschafft.

Malerblog.net berichtete bereits im Jahr 2014 von einem bahnbrechenden Recyclingprozess, dem sogenannten CreaSolv®-Verfahren, das sich zum damaligen Zeitpunkt als Forschungsprojekt aber noch in der Testphase im Labor befand (https://www.malerblog.net/das-geht-jeden-maler-an-neues-verfahren-fuer-wdvs-recycling/). Was damals ein vielsprechender Ansatz war, wird jetzt zunehmend Realität. In Terneuzen, einer Gemeinde im Südwesten der Niederlande, entsteht derzeit eine Pilotanlage, die zukunftsweisend ist. An diesem groß angelegten und von [Weiterlesen…]

Styropor-Entsorgung: Bundesrat stimmt neuer Verordnung zu

Styropor-Entsorgung: Bundesrat stimmt neuer Verordnung zuDer Bundesrat erteilte am 7. Juli 2017 seine Zustimmung zu der vom Bundeskabinett Anfang Juni beschlossenen Verordnung über die Getrenntsammlung und Überwachung von nicht gefährlichen Abfällen mit persistenten organischen Schadstoffen, kurz POP-Abfall-Überwachungs-Verordnung genannt. Damit ist der Weg frei für eine [Weiterlesen…]

Styropor-Chaos: Bundesrat beschließt Kompromiss auf Zeit statt dauerhafte Lösung

Styropor-Chaos: Bundesrat beschließt Kompromiss auf Zeit statt dauerhafte LösungDie Entsorgung HBCD-haltiger Abfälle stand heute auf der Agenda der Länderkammer. Müssen HBCD-haltige Dämmstoffe weiterhin als Sondermüll entsorgt werden – ja oder nein? Die Entscheidung ist gefallen. Allerdings nicht ganz so wie sich das einige Bundesländer und verschiedene Verbände gewünscht haben, denn in der heutigen Bundesratssitzung konnten sich die Länder nur auf eine vorübergehende „Lösung“ [Weiterlesen…]

Styroporabfall-Krise: Es kommt Bewegung in den Entsorgungsstau

Styroporabfall Seit 1. Oktober 2016 gelten in Deutschland Dämmstoffe, die mehr als 0,1 Prozent HBCD enthalten, als „gefährlicher Abfall“ und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Obwohl der Stichtag bereits seit Frühjahr bekannt ist, gestaltet sich die praktische Umsetzung dieser Neubewertung von HBCD-haltigen Styropor-Abfällen problematisch. Die Folge: Entsorger verweigern die Annahme, Bauherrn sowie Handwerker bleiben auf ihrem Styropor sitzen. Verbände laufen seit Wochen gegen diesen unhaltbaren Zustand [Weiterlesen…]

Sondermüll Styropor: Politik lädt Problem auf dem Rücken der Handwerker ab

Sondermüll Styropor: Entsorger verweigern Annahme von Polystyrol-Abfall Das Problem heißt „HBCD“, das Flammschutzmittel, das früher in Polystyrol-Dämmplatten verarbeitet wurde, macht aus Styroporabfall seit 1. Oktober 2016 Sondermüll und das mit weitreichenden Folgen. Was als „gefährlicher Abfall“ eingestuft ist, darf nur über Verbrennungsanlagen mit entsprechender Zulassung thermisch verwertet werden. Offensichtlich fehlt es aber an ausreichenden Entsorgungskapazitäten im Land. Betreiber von Verbrennungsanlagen verweigern zunehmend die Annahme und der Bauhandwerker wird seinen Styroporabfall nicht mehr los. 

Handwerker bleiben auf Styropor sitzen
Stuckateurmeister Volker Fischenich aus Höchstberg weiß, wovon er redet, wenn er von dem Dilemma berichtet, in dem er gerade steckt. Seinen letzten Container mit Styroporresten hat sein Entsorger noch im September abgeholt, aber ihm dabei bereits zu verstehen gegeben, dass er keinen weiteren Styroporabfall mehr annehme, da er selbst auf dem Styropor-Müll sitzenbleibe. Auch die Tatsache, dass sich Fischenich von allen Herstellern hat bescheinigen lassen, dass es sich bei den Styroporresten um [Weiterlesen…]