Mitarbeiterführung im Malerbetrieb: Den Motivations-Turbo zünden!

Malerbetriebe und Stuckateurbetriebe aufgepaßt:  Den Motivations-Turbo bei Mitarbeitern zünden!  Ist der Chef Vorbild gelingt die Führung und Motivation der Mitarbeiter im Handumdrehen. So mancher Malerbetrieb hat den Bogen einfach raus. Erfolg ist hier nicht bloß ein Wort. Erfolg ist hier ungeschriebenes Gesetz. Die Mitarbeiter kommen morgens gut gelaunt zur Arbeit und ein jeder ist nur darauf bedacht, heute wieder sein absolut Bestes zu geben: Eine tolle Arbeit mit höchster Qualität, die Kunden perfekt zufrieden stellen und mit hundert Prozent voll da zu sein. Immerhin, und das weiß jeder im Unternehmen, sind sie die Besten. So agieren sie am Markt, so treten sie auf, so begegnen sie ihren Kunden. Und darauf sind sie alle stolz.

In einem anderen Betrieb zur gleichen Zeit: Manche Mitarbeiter erscheinen schon morgens lustlos und sehnen nichts sehnlicher herbei als ihren Feierabend. Den Tag über tun sie das, was zu tun ist – ohne Freude, ohne Spaß, ohne besonderen Einsatz und Anspruch. Es ist eben ein Tag wie jeder andere.
Doch wie kann das sein? Woher kommt die Motivation bei den einen und bei den anderen herrscht das genaue Gegenteil?

Ein Beispiel: Betrieb 1 hat ganze Arbeit geleistet und die Arbeit heute beendet. Nach der ersten hervorragenden Beratung vom Chef beim Kunden und der danach folgenden perfekten Umsetzung des Fassadenanstrichs durch die Mitarbeiter, ist der Kunde super zufrieden – die Qualität stimmt. Die fertige Arbeit ist aber nicht nur genauso, wie der Kunde sie sich vorgestellt hat, die Mitarbeiter haben sogar noch einen drauf gesetzt. Zwei Lampen, die am Eingang hingen, aber nicht Bestandteil des Auftrags waren, haben sie zur großen Freude des Kunden einfach mal so mit lackiert. „Immerhin soll ja alles top aussehen“, sagt der Vorarbeiter zum Chef. Und der meint zustimmend: „Super gemacht. Wir sind eben die Besten. So was muß ganz einfach Service sein.“ Und lobt dann seine Jungs für die hervorragende Umsetzung. Alle sind begeistert, wieder etwas Bedeutendes geleistet zu haben.

Bei Betrieb 2 gestaltet sich die Baustelle etwas anders. Sicherlich wird die Arbeit wie vorgegeben erledigt und außer der Tatsache, daß die Mitarbeiter vergaßen, drei Sparren zu streichen und ihren Müll wieder mitzunehmen, lief alles glatt. Nichts zu beanstanden, aber eben auch nichts herauszustellen. Keine besonderen Freundlichkeiten, keine Aufmerksamkeiten, keine Specials oder hervorragende Beratung. Alles ganz „normal“ eben. Nicht erwähnenswert. Austauschbar.

Ohne Motivation geht nichts
Die Mitarbeiter aus Beispiel 1 sind mehr als hoch motiviert. Motivation ist eine Sache, die im tiefsten Inneren eines Menschen entsteht, quasi wie ein innerer Antrieb. Der Antrieb die Besten sein zu wollen, perfekte Qualität auf höchstem Niveau abzuliefern, eine Top-Leistung zu jeder Zeit erbringen zu wollen, ist allgegenwärtig. Das ist ihnen auch gelungen, so sehr, daß nicht nur der Kunde begeistert war, sondern auch der Chef. Der wiederum lobte sein Team für den Erfolg und genau das bringt den nächsten „Kick“ der Motivation ein. Die eigene Überzeugung alles richtig gemacht zu haben, mit einem tollen Lob dafür belohnt worden zu sein und den Betrieb einen weiteren Schritt nach vorne gebracht zu haben. Lob bestätigt immer, das Richtige getan zu haben.

Die Mitarbeiter aus Beispiel 2 scheinen alles andere als motiviert zu sein. Sie machen ihre Arbeit halt irgendwie, es scheint sie auch nicht zu interessieren, ob diese besonders gut oder besonders schlecht im Resultat ist. Kein Wunder also, daß so etwas keinen Spaß macht und der Müll einfach auf der Baustelle „vergessen“ wird. Der Bauherr hat dieses Verhalten übrigens gegenüber seinen Freunden, Bekannten und Nachbarn mit dem Satz „Die haben ihren Dreck einfach liegenlassen…“ quittiert. Je weniger Freude man bei der Arbeit hat, desto weniger setzt man sich dafür ein. Und je weniger Einsatz man im Job bringt, desto weniger Spaß macht er. Ein ziemlich blöder Kreislauf.

Ohne Identifikation keine Motivation
Die Mitarbeiter in unserem ersten Beispiel haben eine extrem hohe Identifikation mit ihrer Arbeit. Sie freuen sich, das machen zu können, was sie machen. Und sie freuen sich, wenn sie erfolgreich sind. Wer sich mit seinem Job identifizieren kann, der kann sich darin selbst verwirklichen und diese Tatsache pusht ungemein. Wer jedoch einfach nur einen Job macht, ohne Identifikation mit selbigem, ohne eigenen Anspruch, der wird sich niemals für die Sache motivieren können. Denn hier fehlt der innere Antrieb, die Motivation, die Frage danach, warum man diese Arbeit überhaupt tut.

Gemeinsamer Anspruch beflügelt
Identifikation und Motivation gehören immer zusammen. Mitarbeiter, die sich mit dem Malerbetrieb identifizieren, die also von „wir“ sprechen, wenn sie mit einem Dritten über ihre Arbeit reden und bei denen im Kundengespräch nicht jeder Satz anfängt mit „Der Chef hat gesagt…“, sind motiviert und geben ihr Bestes. Warum geben sie ihr Bestes? Weil sie einen hohen Anspruch an ihre Arbeit und sich selbst haben. Es ist für sie der tägliche Sinn ihrer Arbeit und das angestrebte Ziel immer und überall die Besten zu sein, um den Kunden hundert Prozent zufriedenzustellen. Wenn das verloren geht oder gar nicht erst vorhanden ist, hat man Mitarbeiter, die bei jeder x-beliebigen Firma arbeiten könnten. Das sind dann einfach nur Malergesellen, die arbeiten, weil sie Geld dafür bekommen. Sie machen ihre Arbeit so wie es eben gerade geht, ganz ohne Anspruch. Und sie machen ihre Arbeit am liebsten dort, wo sie gerade das meiste Geld bekommen. Sie sind austauschbar.

Der Chef als Vorbild
Identifikation, Motivation und Engagement des Mitarbeiters kommen nicht auf Knopfdruck. Wie schafft man es aber den Motivations-Turbo zu zünden? Hier ist der Chef gefragt. Er will Erfolg, kennt seine Ziele und muß seine Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen. Leichter gesagt als getan? Nicht wirklich. Wer der Beste sein will, muß das auch leben. Das heißt der Chef muß vorangehen. Er muß Vorbild sein für seine Mitarbeiter. Er muß beständig sein in seinen Entscheidungen, in seiner Arbeitsweise und in seinem Umgang mit den Kunden. Nicht heute hü und morgen hott. So verstehen auch die Mitarbeitern schnell, was richtig und was falsch ist. Das gibt ihnen Sicherheit bei ihrer Arbeit und im Umgang mit dem Kunden. Und es verschafft dem Mitarbeiter Handlungsspielraum. Diesen kann und wird der Mitarbeiter nutzen, um eine optimale Leistung zu erbringen im Sinne der Firma und des Kunden. Das Lob seines Chefs und des Kunden ist ihm dabei sicher. Das spornt an. Identifikation, Motivation und Engagement sind jetzt keine Fremdwörter mehr, sondern werden von den Mitarbeitern im Malerbetrieb tagtäglich gelebt.

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