Geld allein macht nicht glücklich. Was Mitarbeiter wirklich motiviert.

Geld allein macht nicht glücklich. Was Mitarbeiter in Maler- und Stuckateurbetrieben wirklich motiviert. „Wer für Geld kommt, der geht auch für Geld“, das besagt ein bekanntes Sprichwort. Hört sich komisch an? Stimmt nicht? „Geld allein macht nicht glücklich“, lautet ein weiteres, ebenfalls bekanntes Sprichwort. Doch was bedeuten diese Aussagen und was hat das mit Maler- und Stuckateurbetrieben zu tun?

Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, dafür auf den zweiten um so mehr. Der Mitarbeiter ist das höchste Gut eines Unternehmens, mit ihm steht und fällt alles. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels bekommt das Wort „Mitarbeiterbindung“ eine völlig neue Bedeutung. Wer gut ausgebildete Leute in seinem Team hat, kann sich glücklich schätzen und sollte sich darum kümmern, diese „zu halten“. Die einfachste Variante, so denken jedenfalls viele, ist dies mit Geld zu tun. Ein paar „extra Euros“ zum Gehalt „on top“ ist doch eine schöne Sache, so meint man jedenfalls. Doch hier kommt bereits unser erstes Sprichwort ins Spiel, was auf gut Deutsch so viel heißt wie: Wer seinen Mitarbeitern nur monetäre Anreize bietet im Unternehmen zu verweilen, der wird sie auch genau aus diesen Gründen verlieren. Umfragen zeigen sogar, daß viele, gerade jüngere Mitarbeiter, ganz andere Dinge bevorzugen als Geld.
 
Aufstiegsmöglichkeiten: Wer eine Perspektive hat, bleibt!
Nicht selten streben Mitarbeiter nach dem „Mehr an Verantwortung“. Das ist natürlich nicht in jedem Betrieb gleichermaßen umsetzbar und hängt stark vom betrieblichen Umfeld und der dazugehörigen Infrastruktur ab. So ist es beispielsweise schwieriger in einem Kleinbetrieb einem Mitarbeiter die Möglichkeit zu bieten, seinen Meister zu machen und diesen dann mit der neu hinzu gewonnen Qualifikation entsprechend einzusetzen. Aufgrund persönlicher Stärken oder Schwächen ist auch nicht jeder Mitarbeiter gleichermaßen geeignet mehr Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen. Hier empfehlen sich gezielte Mitarbeitergespräche, in denen individuell mit jedem einzelnen erörtert werden kann, was machbar ist und was nicht.
 
Weiterbildungsmöglichkeiten: Individuelle Förderung spornt an! 
Der Wunsch nach Aufstiegsmöglichkeiten oder mehr Verantwortung innerhalb des Betriebes setzt meist eine Aneignung von mehr Wissen voraus: Der Mitarbeiter sollte sich weiterbilden oder noch besser: ihm wird innerhalb des Unternehmens die Möglichkeit gegeben an verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Dies können beispielsweise spezielle Fachseminare sein, in denen besondere Techniken gelehrt werden. Auch hier ist es wichtig, den Mitarbeiter nach seinen Fähigkeiten zu fördern und entsprechend einzusetzen. Wer das richtig angeht, erzielt einen absoluten Mehrwert für seinen Betrieb und ist dem Wettbewerb vielleicht sogar einen Schritt voraus. Denn perfekt ausgebildete Leute, die fachlich auf höchstem Niveau arbeiten und mit Spaß und Freude bei der Sache sind, leisten gerne mehr als diejenigen, die nur ihre „Stunden abreißen“, damit „die Kohle“ auch pünktlich überwiesen wird. Motivierte Mitarbeiter tragen ausschlaggebend zum Unternehmenserfolg bei.
 
Teamwork: Gemeinsames Arbeiten macht Spaß!
Wer mit seinem Job zufrieden ist und sich im dazugehörigen Umfeld wohl fühlt, sieht keine Notwendigkeit sich nach etwas anderem umzusehen oder während der Arbeit vor sich hin zu dösen. Eine große Rolle spielt hier das Verhältnis zu Kollegen und zum Chef. Anerkennung an der richtigen Stelle und ein gewisser „Teamgeist“ unter den Kollegen führen zu einem echten Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens. Ob es hier nun unbedingt nötig ist, gemeinsame Betriebsausflüge oder sonstige Freizeit-Aktivitäten zu organisieren, sei dahingestellt. Ein allgemeines „Wir-Gefühl“ kann ebenso mit einer tollen Leistung erreicht werden, zu der viele verschiedene Helfer mit beigetragen haben. Der Chef muß nur klarstellen, daß diese außergewöhnliche Leistung erst dadurch zustande gekommen ist, weil alle als ein Team mit geholfen haben.
 
Zum Thema „Mitarbeiterführung“ ist u.a. auch folgender Beitrag erschienen: