Mensch ärgere dich nicht – Optimismus lässt sich lernen

Optimismus lässt sich lernen

Unternehmer zu sein ist oft eine Herausforderung. Gerade dann wenn eine Arbeit abgeliefert wurde und der Kunde nicht zufrieden ist. Das ist ärgerlich. Vor allem für diejenigen, die von Baustelle zu Baustelle hetzen, Auftrag für Auftrag abwickeln und jeden Tag aufs Neue versuchen, die bestmögliche Arbeit für ihre Kunden abzuliefern. Für all diejenigen, die sich dabei krummlegen, um alles Mögliche möglich zu machen, damit der Kunde bloß zufrieden ist – sie ärgern sich besonders, wenn dieser eben nicht zufrieden ist, nörgelt oder die Arbeit gar reklamiert.  


Nörgelei von konstruktiver Kritik unterscheiden.

 

Natürlich ist Kritik im ersten Moment nicht schön. Doch es gibt einen Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und der Kritik, die die Arbeit nur schlecht macht und oft als überzogene Nörgelei wahrgenommen wird. Dennoch gibt es Möglichkeiten mit Kritik umzugehen, sie positiv wahrzunehmen und sie dadurch für sich bestmöglich nutzbar zu machen.

Konstruktive Kritik kann hilfreich sein, es beim nächsten Mal anders zu machen, noch besser zu werden und darüber nachzudenken, wie man das am besten umsetzen kann. Nörgeleien sind hingegen oft nicht wirklich greifbar und helfen daher nicht weiter. Konstruktive Kritik tut das in der Regel schon.


Sich eine positive Sichtweise antrainieren. 

 

Denken bestimmt den Erfolg. Ein Satz, der zum Nachdenken anregen sollte. Wer permanent nur schlechte und negative Gedanken in seinem Kopf hat, sendet diese auch unterbewusst an seine Umgebung aus und befindet sich dadurch zunehmend in einem Kreislauf mieser Stimmung. Und die ist für erfolgreiche Arbeiten, ein ausgeglichenes Leben und gute Laune eher kontraproduktiv. Versucht man also jeder Situation – und sei sie im ersten Moment noch so negativ – etwas Positives abzugewinnen, ändert man nicht nur seine eigene Sichtweise, sondern auch seine komplette Art zu denken. Und das wirkt sich durchaus auf das Umfeld, einen selbst, die Arbeit und alle Mitmenschen aus.

Ein einfaches Beispiel: Zwei Maler geben ein Angebot bei einem potentiellen Kunden ab. Beide bekommen eine Absage. Der eine ärgert sich extrem darüber und denkt sich insgeheim, dass es ja sowieso nicht anders zu erwarten war, dass alles keinen Zweck hat und er es lieber gleich hätte lassen sollen und ist noch tagelang zerknirscht. Der andere hingegen sieht es als Chance, fragt sich, woran es gelegen haben könnte und überlegt, ob er das Gespräch mit dem Kunden sucht, um die Hintergründe für die Absage zu erfahren. Wir haben es hier eindeutig mit zwei völlig unterschiedlichen Herangehensweisen zu tun, die aber einen ganz entscheidenden Unterschied machen. 


Chancen nutzen und aus der Situation lernen.

 

Während der eine nur Probleme sieht und die Sache durchweg negativ betrachtet, versucht der andere es positiv zu nehmen, seine Chance zu nutzen, etwas aus der Situation zu lernen, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Ein sehr großer Unterschied, der nur zu gut zeigt, dass es immer mehrere Sichtweisen gibt und verschiedene Ansätze mit ein und derselben Sache umzugehen. Dinge generell positiv anzugehen, macht also Sinn. Denn an der Angebotsabsage selbst kann keiner der beiden etwas ändern. An der Art und Weise damit umzugehen und darauf zu reagieren allerdings schon. Das hat jeder selbst in der Hand.

Oft sind es alte, erlernte Glaubenssätze, die uns umtreiben und die wir ablegen dürfen. Diese wirken wie innerliche Barrieren. Immer nur auf Probleme zu starren, bringt einen nicht weiter. Sie erschweren den Alltag nur unnötig. Dinge ausschließlich negativ zu sehen ebenso.  


Positiv kommunizieren und lösungsorientiert handeln.

 

Bleiben wir einmal bei unserem Beispiel vom Anfang. Ein Kunde ist nicht zufrieden und beschwert sich bzw. reklamiert die vom Handwerksbetrieb erbrachte Arbeit. Natürlich freut sich in dem Betrieb niemand über die vom Kunden vorgetragene Beschwerde. Niemand wird einen Jubelschrei ausstoßen. Das versteht sich von selbst. Oft findet sich leider das andere Extrem an Reaktion, das genauso falsch ist. Es wird nichts hinterfragt. Es wird gleich losgepoltert und sich in Rage geredet. Es werden Schuldzuweisungen getroffen und der Kunde wird zum Feindbild stilisiert. Ein solch negatives Verhalten bringt niemanden weiter. Weder einen selbst, das Unternehmen noch den Kunden. Wer so reagiert, erntet ausschließlich Konfrontation und Streit. 

Clever handelt, wer stets positiv und lösungsorientiert (re)agiert. Es wichtig, Dinge zu hinterfragen. Was ist passiert? Warum? Welche Möglichkeiten zur Lösung gibt es? Fragen, die entscheidend sein können für den Fortlauf einer Sache. Um diese zu lösen, bedarf es natürlich einer lösungsorientierten Kommunikation mit dem Kunden: Zuhören ist angesagt. Was will der Kunde genau? Ist das realistisch? Kann es umgesetzt werden? Hat das Unternehmen einen Fehler gemacht? War die bisherige Kommunikation nicht ausreichend? Wurde im Vorfeld nicht gut genug abgestimmt, was gewünscht wurde? Daher gilt, genau zuzuhören, miteinander zu reden, zu fragen, sich zu unterhalten und zu verstehen, was passiert ist.


Wer negativ denkt, kann nichts Positives erwarten.

 

Ein unzufriedener Kunde kann immer auch eine Chance sein, sich und sein Unternehmen zu verbessern und sich weiterzuentwickeln. Dies setzt aber eine durch und durch positive Herangehensweise voraus, die neben positivem Denken, eine positive Kundenkommunikation sowie lösungsorientiertes Handeln beinhaltet. Auf diese Weise lassen sich unzufriedene Kunden schnell positiv stimmen und am Ende mit etwas Glück sogar begeistern.

Menschen, die positiv und mit „good Vibes“ durchs Leben gehen, haben es auch im betrieblichen Alltag leichter. Sie machen sich und ihren Mitmenschen das Leben nicht unnötig schwer.