Wer den „mobilen Kunden“ kennt, verdient mehr Geld.

Der mobile Kunde im Maler- und StuckateurhandwerkWer heute aufmerksam durch die Straßen geht, sieht sie überall. Menschen, die mit ihren Smartphones hantieren. Ob im Café, im Restaurant, an der Tankstelle, im Supermarkt oder beim Bäcker. Es gibt kaum einen Ort, an dem Smartphones nicht benutzt werden. Und schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren. Die Leute checken unterwegs nicht nur ihre Nachrichten in sozialen Netzwerken oder ihre SMS, sondern lesen Online-Zeitungen, informieren sich über das Wetter, die neusten Sportnachrichten und vieles mehr.

Kunden schaffen mobile Tatsachen
Allein in den letzten beiden Jahren stieg die mobile Internetnutzung von 35 Prozent auf 69 Prozent an. Tendenz steigend. Es ist bequem, alles Mögliche mobil zu erledigen. Und wer glaubt, nur jüngere Leute nutzten das mobile Internet, der irrt. Auch die „ältere Generation“ ab 60plus hat das mobile Internet auf Tablets für sich entdeckt. Sie kaufen damit ein, lesen Nachrichten und checken Angebote und Webseiten.

Doch was bedeutet das für das Maler- und Stuckateurhandwerk? Was erwartet der sogenannte „mobile Kunde“ und wie kann ein Maler oder Stuckateur dem gerecht werden?

Erwartungen und Bedürfnisse des Kunden kennen
Wer in der „mobilen Welt“ seiner Kunden nicht untergehen und nach wie vor wahrgenommen werden will, sollte nicht nur seine Kundenstruktur, sondern auch deren Erwartungen und Bedürfnisse genaustens kennen. Es gilt das eigene Unternehmen fit zu machen für die vernetzte Welt und neue Wege zu beschreiten, offen für Neues zu sein und alte Strukturen loszulassen.

Beispiel einer Responsive Website: Darstellung von www.malersoftware.net auf Smartphone.

Beispiel einer „Responsive Website“: www.malersoftware.net

Mobile Websites
Als eine große Schwachstelle stellen sich die Webseiten vieler Betriebe dar, da sie keine optimierte Ansicht für Smartphones und Tablets bieten. Ein echtes Manko, denn das Surfen auf solchen Seiten mit einem mobilen Gerät ist mühsam. Da läßt man es lieber gleich und sucht solche, die funktionieren. Ein echter Wettbewerbsvorteil also für die Maler- und Stuckateurbetriebe, die mit einer für mobile Geräte optimierten Seite aufwarten und so ihre Kunden über ihr Angebot perfekt informieren können. Das Zauberwort heißt hier übrigens „Responsive Design“. Eine „responsive“ Webseite paßt sich automatisch von Aufbau und Darstellung an das mobile Gerät an.

QR-Codes 
Wer bereits über eine mobile, responsive Webseite verfügt, sollte alles dafür tun, damit diese auch besucht wird. Hierfür bietet sich der QR-Code an. Ein QR-Code, der den Kunden direkt auf die Firmenwebsite leitet, sollte am besten auf allen Marketingmitteln vom Briefbogen, über die Fahrzeugbeschriftung bis hin zur Gerüstplane zu finden sein. Das ist zeitgemäßes Marketing, das ankommt.

QR-Codes sind mittlerweile vielseitig einsetzbar. So ermöglicht der GiroCode dem mobilen Kunden eine schnelle und einfache Zahlung der Rechnung. Der auf der Rechnung ausgedruckte Code muß der mobile Kunde nur mit der Mobile-Banking-App auf seinem Smartphone lesen und die Überweisung bestätigen. Das erspart ihm das aufwendige und lästige Abtippen der Rechnungsdaten. Diese schnelle Zahlungsweise freut nicht nur den Kunden, sondern auch den Maler und Stuckateur.

Mobile Informationen
Der Kunde will nicht warten. Durch die Nutzung des Internets ist er es gewohnt, schnell und flexibel überall an die gewünschten Infos zu kommen. Alles ist von überall aus abrufbar und das zu jeder Zeit.
Angebote sollten daher schnell und umfassend, idealerweise direkt per Email auf sein Smartphone oder Tablet kommen. Auch mögliche Farbmuster oder Gestaltungsvarianten schaut er sich gerne direkt auf seinem mobilen Gerät an – und zwar da, wo er gerade ist. Er will meist nicht auf die Post warten, die Informationen erst Tage nach deren Anforderung vorbei bringt. Ist der Kunde mit einer elektronischen Rechnung einverstanden, so kann auch diese den Weg via Email zum Kunden finden. Allerdings sollte zur Abwicklung von e-Rechnungen vorab der Steuerberater befragt werden, da einige rechtliche Anforderungen zu beachten sind.

eBrief-1010305-Bearbeitet-2Mobile Kommunikation
Mit Wartezeiten können viele Kunden meist nur ganz schlecht umgehen. Das liegt am Internet. Die Kunden sind es heutzutage gewohnt, immer alle Informationen sofort und direkt zu bekommen. Der erste Kontakt über das Internet per Email wird daher heutzutage häufig bevorzugt. Das geht schnell, ist erst mal ganz unverbindlich und erfordert keine direkte Auseinandersetzung mit einem Menschen. Hört sich extrem an, ist aber so. Die zeitnahe Beantwortung von Anfragen per Email oder über Social Media versteht sich von selbst. Und auch abseits vom Internet ist Pünktlichkeit das oberste Gebot. Die Kunden sind ja meist knapp mit der Zeit, können und wollen nicht warten. Wer also zu Baustellenbeginn, zum Beratungsgespräch oder einem anderen vereinbarten Termin zu spät erscheinen wird, sollte den Kunden darüber immer in Kenntnis setzen. Wer den Kunden telefonisch nicht erreicht, sollte eine kurze SMS absetzen. Die Aussage „Ich konnte sie leider nicht erreichen“, läßt der mobile Kunde als Ausrede nicht gelten.

Social Media
Kunden wollen heutzutage mit einbezogen werden, ein Teil von etwas sein, dazu gehören. Da bietet es sich an, sie in den Stand der Arbeiten mit einzubeziehen. Vielleicht kann er über bauliche Fortschritte per Email informiert oder Fotos zur Verfügung gestellt werden. Viele mögen diese Art der Kommunikation, in der sie Informationen in Echtzeit erhalten, so als wären sie selbst mit dabei.
Viele freut es auch, wenn eine fertige Arbeit auf der entsprechenden Facebook-Seite vernetzt wird. Dies kann vielfach zu einem gelungenen Abschluß eines Auftrages beitragen. Aber Vorsicht: Nicht jeder Auftraggeber ist begeistert, sein Objekt im Internet wiederzufinden. Daher gilt: Veröffentlichungen gleich welcher Art sollten vorab mit dem Auftraggeber abgestimmt werden.
Um einen Account in den sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook) kommen Maler- und Stuckateurbetriebe fast kaum noch herum, tummeln sich doch die meisten Kunden dort selbst und nutzen derartige Plattformen zu entsprechender Kommunikation. Wer sich jedoch zu einem Facebook-Auftritt seines Betriebs entschließt, muß diesen auch dauerhaft pflegen. Ein mobiler Kunde verzeiht es nicht, wenn sich tage- oder wochenlang auf der Seite nichts tut.

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