Fünf gute Gründe für mehr Ordnung auf der Baustelle und im Büro

Fünf gute Gründe für mehr Ordnung auf der Baustelle und im Büro
„Ordnung ist etwas für Dumme. Das Genie beherrscht das Chaos.“ – Wer kennt nicht diesen coolen Spruch und hat ihn sich im passenden Moment schon einmal zu eigen gemacht. Aber stimmt er auch? Die Antwort kennt jeder. Chaos ist nicht beherrschbar, weder von multitaskingfähigen Menschen noch von sonstigen Genies. Ganz abgesehen davon sind die „Suchkosten“ die durch Unordnung entstehen, gerade im unternehmerischen Bereich, viel zu hoch.

Suchkosten minimieren
Müssen Mitarbeiter im Büro nach Belegen, im Lager nach Werkzeugen und auf der Baustelle nach dem richtigen Material suchen, dann fallen unnütze Arbeitszeiten und damit Lohnkosten an. Diese Suchkosten gilt es natürlich zu vermeiden. Das ist Ziel unternehmerischen Handelns. Daher hat der Betriebsinhaber und Chef ein Interesse an einem ordentlichen Büro, einem ordentlich aufgeräumten Lager und einer ordentlichen, sauberen Baustelle. Aber es gibt noch eine Reihe weiterer Argumente, die für Ordnung am Arbeitsplatz sprechen.

Außenwirkung perfektionieren
Egal, ob im Büro oder auf der Baustelle. Regiert dort „König Chaos“, dann wirft dies ein schlechtes Bild auf den Betrieb. Stapeln sich auf dem Schreibtisch Unterlagen, liegen Tapetenbücher wild auf dem Boden oder wird das Büro als Zwischenlager für Farbeimer, Tapetenlieferungen oder als Resteecke missbraucht, fühlen sich nicht nur die Mitarbeiter unwohl, auch bei dem potenziellen Kunden, der zur Tür eintritt, hinterlässt dieser optische Eindruck Spuren. Ein professioneller Malerbetrieb agiert so nicht. Er achtet auf das äußere Erscheinungsbild des Malerbüros. Das gilt auch für die Baustelle. Muss sich der Bauherr erst den Weg in seiner Wohnung „freikämpfen“ läuft etwas falsch. Ordnung heißt aber nicht nur „Aufräumen“, Odnung heißt auch „Sauberkeit“. Rauchen Mitarbeiter eine Zigarette, darf diese nicht auf dem Grundstück entsorgt werden. Toiletten sind im Sitzen zu benutzen und der Garten des Auftraggebers ist für solche „Geschäfte“ absolut tabu. Und nicht zu vergessen: Trinkflaschen, Gebäcktüten und sonstigen Müll, den Mitarbeiter verursachen, sind von diesen auch wieder mitzunehmen. Gleiches gilt auch für Materialreste. Übrigens gehören zum „Bild nach außen“ auch Firmenfahrzeuge. Diese sollten öfters den Weg in die Autowaschanlage finden, denn nur ein sauberer Firmen-PKW fährt Werbung für den Betrieb.

Arbeitssicherheit stärken
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Arbeitssicherheit. Unordnung kann Mitarbeiter gefährden und führt schnell zu einem Arbeitsunfall, der dann die Berufsgenossenschaft auf den Plan ruft. Stolperfallen dürfen weder im Büro noch auf der Baustelle zu finden sein. Fußwege sind immer frei zu halten. Alles hat seinen Platz. Auf diese Weise wird nicht nur das, was man sucht, schnell gefunden, sondern stellt auch kein Hindernis für andere dar. Denn Ordnung dient nicht nur dem Gesundheitsschutz der eigenen Mitarbeiter, sondern auch von Handwerkskollegen, Bauherren und sonstigen Dritten. Jeder muss die Baustelle gefahrlos betreten können. Chefs und Vorarbeiter haben hierauf ein besonderes Augenmerk zu legen und ihre Mitarbeiter dahingehend zu „erziehen“.

Arbeitsabläufe optimieren
Nicht unterschätzt werden sollte die Auswirkung von Ordnung und Sauberkeit auf den Arbeitsablauf. So stören lange Suchzeiten nach Material oder Werkzeugen den Arbeitsfluss. Müssen verschmutzte Werkzeuge und Maschinen erst noch gereinigt werden bevor sie zum Einsatz kommen können, wirkt sich dies ebenso störend auf den Arbeitsablauf aus wie ein defektes Arbeitsgerät, das den Weg auf die Baustelle gefunden hat. Daher gehören nur Werkzeuge und Maschinen, die sauber und funktionstüchtig sind, ins Lager oder auf die Baustelle. Hier empfiehlt es sich, im Betrieb eine feste Vorgehensweise im Umgang mit den betrieblichen Arbeitsgeräten festzulegen.

Zum Abschied glänzen
Der erste Eindruck zählt und der letzte bleibt haften. Wird eine Baustelle abgeschlossen und sind alle Sachen gepackt, dann versteht es sich von selbst, dass kein grober Dreck mehr auf der Baustelle zu finden ist. Der Blick des Auftraggebers auf die neue Wandgestaltung im Wohnzimmer sollte nicht durch Farbspritzer oder Schleifstaub auf dem Boden getrübt werden. Professionell handelt, wer am Ende für einen perfekten Gesamteindruck sorgt. Das bedeutet zumindest die Baustelle besenrein zu hinterlassen. Je nach Auftrag bietet es sich an, als kostenfreie Serviceleistung oder gegen Entgelt eine Endreinigung durchzuführen bzw. von einem Dienstleister durchführen zu lassen. Viele Auftraggeber, vor allem Senioren, freuen sich über einen solchen Service und sind durchaus bereit, hierfür ein paar Euro zu zahlen. Die Malerleistung wird durch ein solches Servicepaket aufgewertet und erscheint sogleich in einem anderen Licht.

Fazit
Chefs und Führungskräfte haben bei Mitarbeitern oft viel Überzeugungsarbeit zu leisten, wenn es um das Thema „Ordnung“ geht. Aber sie haben viele gute Argumente auf ihrer Seite, um die Mitarbeiter von der Wichtigkeit dieser Thematik zu überzeugen. Ordnung ist das halbe Leben – dieser Spruch enthält mehr als ein Fünkchen Wahrheit.