Positive Imagebildung: Bei Kunden und Nachbarn in Zeiten von Corona punkten

Positives Image erarbeiten: Bei Kunden und Nachbarn in Zeiten von Corona punkten

Die einen sind völlig entspannt. Andere sind total angespannt. Menschen reagieren völlig unterschiedlich auf Extremsituationen. So ist es auch in Zeiten von Corona. Das stellt auch Maler- und Stuckateurbetriebe vor neue Herausforderungen, vor allem wenn es sich um Renovierungsbaustellen bei Privatkunden handelt.

Der Nachbar im Home-Office
Viele Menschen arbeiten jetzt im sogenannten „Home-Office“. Arbeiten von Zuhause – was für viele Menschen verlockend klingt, ist es aber nicht für jedermann. Kein Ortswechsel, kein Austausch mit Kollegen, den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden hocken, das ist für viele absolut nervtötend. Da stört selbst die Fliege an der Wand. Daher verwundert es nicht, dass in den Medien in den letzten Wochen vermehrt darüber berichtet wurde wie sich Menschen im Home-Office über den Bau- bzw. Renovierungslärm in der Nachbarwohnung oder dem Nachbarhaus beklagen.

Menschen sind gerne vorbereitet. Sie möchten frühzeitig wissen, was auf sie zukommt. Das ist das Problem mit Corona. Täglich neue Informationen und Regeln verunsichern Menschen. Dringen dann noch obendrein nicht alltägliche Geräusche in die Wohnung, ist das Maß voll. Menschen, die wissen, dass eine gewisse Geräuschkulisse auf sie zukommt, reagieren hingegen meist gelassener. Daher sollte der Auftraggeber oder der Malerbetrieb ein paar Tage vor Arbeitsbeginn das Gespräch mit den Nachbarn suchen und auf die bevorstehenden Arbeiten hinweisen. Aber bitte beim Klingeln an Wohnungs- und Haustüren Mundschutz nicht vergessen. Finden die Arbeiten in einem Mehrfamilienhaus statt, bietet sich auch ein Aushang am schwarzen Brett an.

Der Gemeinschafts-Hausflur
Apropos Mehrfamilienhaus. Hier ist besonders sensibel vorzugehen, denn nicht jeder Nachbar schätzt derzeit Fremde im Gebäude. Das gilt umso mehr, da derselbe Hauseingang und Treppenflur genutzt wird. Die Nutzung, das heißt das Durchschreiten des Flures, sollte auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Hier gilt der Grundsatz „So viel wie nötig – aber so wenig wie möglich!“. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollte ebenfalls selbstverständlich sein. Ebenso das Einhalten der bekannten Abstandsregeln. Bei Begegnungen mit anderen Hausbewohnern sollte der Satz „Bitte immer recht freundlich!“ von den Mitarbeitern in die Tat umgesetzt werden.

Der Parkplatz vor der Tür
Sind Menschen derzeit im Home-Office, in Kurzarbeit oder wegen der Betreuung ihrer Kinder zu Hause, gibt es vermehrt parkende Autos in der Wohnstraße des Kunden. Waren vor Corona Wohngebiete tagsüber meist autoleer, finden sich jetzt vermehrt parkende Autos am Straßenrand. Daher heißt es auch für Malerbetriebe „Augen auf bei der Parkplatzsuche“, zumal derzeit oft nur zwei Mitarbeiter im Firmenwagen unterwegs sind. Das bedeutet unter Umständen ein Mehrbedarf an Parkfläche vor der Tür des Kunden.

Öffentliche Parkplätze sind natürlich für jeden nutzbar. Dennoch haben in Wohngebieten die Anwohner die vorhandenen Parkplätze oft unter sich „aufgeteilt“. Das heißt jeder „beansprucht“ seinen eigenen Parkplatz vor der eigenen Haustür oder dem eigenen Grundstück. Da werden fremde Autos an selbiger Stelle nicht gerne gesehen. Um solchen Ärgernissen aus dem Weg zu gehen, kann hinter die Windschutzscheibe ein kurzes Info-Schreiben mit den Kontaktdaten des Betriebs gelegt werden (siehe Abbildung). In der Regel haben Nachbarn dafür Verständnis. Sie wollen eben nur informiert sein, wer da stundenlang vor ihrer Tür parkt. Eine solche Arbeitsweise zeugt von Rücksichtnahme, die sich in der Nachbarschaft schnell herumsprechen dürfte. Hier ist ein professioneller Malerbetrieb am Werk, der mitdenkt. Mit einem solchen Außenauftritt macht der Maler gute Werbung für sich.

Manchmal benötigt der Nachbar wegen eines Umzugs oder eines anstehenden Krankentransports den Parkplatz vor der eigenen Haustür. Die freundliche Information des Malerbetriebs ermöglicht es ihm dann ebenfalls, Kontakt aufzunehmen. So wird Ärger vorgebeugt.

Der Maler bringt gute Laune
Ein Maler, der mitdenkt. Darüber freuen sich derzeit auch Auftraggeber, die wegen der Betreuung ihrer Kleinsten zu Hause sind. Vielen Eltern fehlt es nach einigen Wochen Shutdown von Kindergarten und Schule an Beschäftigungsideen. Steht in einem solchen Haushalt eine Renovierung an, können Malerbetriebe punkten, wenn sie den Kids ein Geschenk mitbringen. Je nach Altersgruppe können dies beispielsweise Buntstifte, Malbücher oder Zeichenblöcke sein. Eltern sind aktuell dankbar für jede gute Idee, um ihre Kinder sinnvoll zu beschäftigen. Da kommen solche Mitbringsel sicher gut an.  

Fazit: Rundum positiv beeindrucken
Mitarbeitersensibilisierung ist jetzt in der Coronazeit wichtiger denn je. Hygiene- und Abstandsregeln müssen von den Mitarbeitern verstanden und täglich umgesetzt werden. Bei manchen Kunden, Nachbarn und Anwohnern liegen in der Coronazeit aus unterschiedlichsten Gründen die Nerven blank. Auch das müssen Mitarbeiter verstehen und sollten mit Verständnis reagieren. Gelingt dies, wird der Außenauftritt des Maler- und Stuckateurbetriebs sicher positiv in Erinnerung bleiben.