Praxis-Tipp: Die Energie-Diät im Malerbüro

Praxis-Tipp: Die Energie-Diät im Malerbüro

Es ist Biergartenzeit. Hier wird eng zusammengerückt und so kann man sich oft der Gespräche am Nachbartisch nicht entziehen. Schnell ist klar: Low-Carb-Diäten liegen aktuell voll im Trend. Eine Ernährungsweise, bei der auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichtet wird. Die Pfunde sollen angeblich nur so purzeln. Der Traum vieler Menschen. Und was hat das jetzt mit dem Malerbüro zu tun? Ganz einfach: Auch das Malerbüro kann „abspecken“ im übertragenen Sinn. Mit der „Energie-Diät“ kann jeder Malerunternehmer seine betriebliche Energiebilanz aufpolieren. Das Schöne an der Energie-Diät ist, dass kein Verzicht geübt werden muss. Der Traum eines jeden Umwelt- und Klimaschützers. Das Malerbüro bietet jede Menge Möglichkeiten zum Energiesparen. Wer sich die Energiefresser bewusst macht, wird schnell umdenken und sich über seinen aktiven Beitrag in Sachen Umwelt- und Klimaschutz freuen können. Zugleich wirkt sich diese Energie-Diät positiv auf den eigenen Geldbeutel aus, wo sich so mancher eingesparter Euro wiederfindet.

Leuchtmittel
Stromverbrauch hat viel mit Bewusstseinsbildung zu tun. Wer für dieses Thema sensibilisiert ist, wird schnell Stromfresser erkennen und entsprechend handeln. Ein gutes Beispiel dafür sind Leuchtmittel. In den letzten Jahren wurden klassische Glühlampen durch sogenannte Energiesparlampen ersetzt. Mit ihnen lässt sich zwar eine bis zu fünffach höhere Leuchtausbeute bei entsprechend weniger Stromverbrauch erreichen. Doch das in diesen Lampen verbaute Quecksilber und die häufig zu beobachtende Einschaltverzögerung hielten so manchen Verbraucher und Unternehmer vom flächendeckenden Einsatz dieser Leuchtmittel ab. Einen echten, technischen Fortschritt brachten LED-Leuchten. Im Gegensatz zu klassischen Energiesparlampen enthalten sie kein Quecksilber und sind beim Einschalten sofort hell. Gleichzeitig sind sie die energieeffizientesten Leuchtmittel am Markt.

Thomas Scheld

Thomas Scheld, Geschäftsführender Gesellschafter der C.A.T.S.-Soft GmbH 

„Wir bei C.A.T.S.-Soft haben im Jahr 2018 sämtliche Leuchten im Firmengebäude auf LED-Leuchten umgestellt. Das war eine sehr gute Entscheidung. Der Einsatz für den Klimaschutz hat uns nur einen Anruf beim Elektriker und die Anfangsinvestition gekostet. Obwohl die alten Leuchtmittel noch intakt waren, hat sich die Investition in LED-Leuchten schnell amortisiert. Also gibt es zwei Gewinner: Das Klima und C.A.T.S.-Soft.“

Letztendlich sollten wir Menschen aber nicht mehr Licht verwenden als gebraucht wird. Also: Licht aus nach dem Toilettengang! Licht aus an sonnigen Tagen! Licht aus, wenn sich niemand im Raum befindet!

Papier
Laut dem Statistik-Portal Statista wurden im Jahr 2016 in Deutschland insgesamt 9,6 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid bei der Produktion von Papier und Pappe ausgestoßen. Doch die klassische Papierproduktion aus Holz weist nicht nur eine schlechte CO2-Bilanz auf. Zur Herstellung wird auch jede Menge Wasser verwendet. Um aus 7,5 kg Holz 500 Din A4-Blätter Frischfaserpapier herzustellen, werden unglaubliche 130 Liter Wasser benötigt. Wer sich das vor Augen führt, wird künftig verantwortungsvoller mit Papier umgehen. Für Nachhaltigkeit steht die Verwendung von Recyclingpapier. Zwei Blatt Recyclingpapier sparen ein Glas Wasser und auch die Energiebilanz ist wesentlich besser und der CO2-Ausstoß geringer. 

Die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) ist eine Wirtschaftsallianz aus 24 Unternehmen verschiedener Branchen, die sich für Recyclingpapier einsetzt. Sie betreibt die Website www.papiernetz.de und will die Akzeptanz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel stärken. Mit dem Nachhaltigkeitsrechner lässt sich anhand des eigenen betrieblichen Papiereinsatzes schnell die Papier-Klimabilanz errechnen. Ein direkter Vergleich stellt Wasser- und Energieverbrauch sowie CO2-Ausstoß zwischen Büropapier aus 100 Prozent Altpapier und Büropapier aus Frischfasern gegenüber. So lässt sich für jedermann die Klimabilanz schwarz auf weiß in Zahlen ablesen.

Noch besser ist es natürlich, dort, wo es geht, ganz auf Papier zu verzichten. Wie im Malerbüro jede Menge Papier eingespart werden kann, darauf gibt der Malerblog-Artikel „Klimaschutz: 9 Tipps zur Senkung des Papierverbrauchs im Malerbetrieb“ eine Antwort.

Standby-Geräte
Sie blinken permanent und signalisieren damit ihre Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme. Mit diesen Worten könnte sich der Standby-Modus technischer Geräte wie Computer, Monitor, Drucker,  Kopierer, Multifunktionsgeräte und viele mehr beschreiben lassen. Viele dieser Geräte verfügen über keinen echten Ausschalter mehr, sodass sie 24-Stunden am Stromnetz hängen. Was viele Nutzer nicht ahnen. Der Bereitschaftsbetrieb kostet jede Menge Strom. Besitzt das Gerät einen Ausschalter, so sollte dieser spätestens zum Feierabend betätigt werden. Aber auch Geräte ohne Ausschalter können mit einer ausschaltbaren Steckdosenleiste vom Stromnetz genommen werden. Wer es bequem liebt, nimmt einfach eine via Smartphone fernbedienbare Steckdose.

Mobilgeräte
Ob Smartphone, Tablet oder Notebook, all diesen Mobilgeräten ist gemeinsam, dass sie regelmäßig aufgeladen werden müssen. Auch hier gilt: Auch wenn der Ladevorgang abgeschlossen und die Akkus wieder voll aufgetankt sind, sollte das Ladegerät nicht länger als nötig am Stromnetz hängen, denn ansonsten wird unnötig Strom verbraucht. Nach erfolgreichem Ladevorgang sollte daher einfach der Stecker gezogen werden.

Von einer selbst verordneten Energie-Diät profitieren das Klima und das Malerbüro. In Zeiten des Klimawandels lohnt es sich, einmal darüber nachzudenken und das Malerbüro etwas klimafreundlicher werden zu lassen.