
Die Hitze hat Deutschland fest im Griff. Auf der Baustelle und im Büro wird bei Außentemperaturen von deutlich über 30 Grad geschwitzt. Hitzefrei gibt es für Beschäftigte zwar nicht, dennoch stehen Arbeitgeber in der Verantwortung: Sie haben eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern.
Um den Arbeitsschutz sicherzustellen, müssen Unternehmen auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen – insbesondere dann, wenn die Lufttemperaturen dauerhaft über 30 Grad liegen. Neben der Bereitstellung kühler Getränke können dazu beispielsweise längere Mittagspausen, angepasste Arbeitszeiten oder das Einrichten von Sonnensegeln und schattigen Aufenthaltsbereichen gehören.
Gleichzeitig haben Arbeitgeber ein eigenes Interesse an gesunden, leistungsfähigen und motivierten Mitarbeitern. Gerade in familiengeführten Handwerksbetrieben ist es daher vielfach selbstverständlich, die Beschäftigten an heißen Tagen bestmöglich zu unterstützen. Nicht jede sinnvolle Maßnahme muss gesetzlich geregelt sein. Viele Betriebe setzen freiwillig auf praktische Lösungen, die von den Mitarbeitern dankbar angenommen werden und gleichzeitig die Motivation und das Betriebsklima stärken.
Praxis-Tipp: Eine gut gefüllte Kühlbox mit Wasser, Saftschorlen oder gekühlten Snacks kann auf der Baustelle schnell zum beliebten Treffpunkt werden. Besonders in kleineren Betrieben bleiben zudem die kleinen Gesten in Erinnerung – etwa, wenn der Chef persönlich mit einer Kiste Eis oder einer gekühlten Wassermelone auf der Baustelle vorbeischaut. Solche Zeichen der Wertschätzung kosten wenig, wirken aber oft lange nach.
Ein weiterer Vorteil: Kaltgetränke, Obst oder Eis, die auf der Baustelle oder im Büro zum sofortigen Verzehr bereitgestellt werden, gelten steuerlich nicht als geldwerter Vorteil. Sie werden vom Finanzamt vielmehr als steuerfreie Aufmerksamkeit (LStR R 19.6) eingestuft und führen somit nicht zu einem zu versteuernden Einkommen der Beschäftigten.
Lese-Empfehlung
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat Empfehlungen für die Arbeit an heißen Sommertagen zusammengestellt – sowohl für Tätigkeiten im Gebäude als auch im Freien. Einfach klicken (externer Link): BAuA – Sommertipps

