Maler gesucht? Neue Mitarbeiter finden ist nicht schwer!

Ein gutes Personalmarketing hilft auch Malerbetrieben den richtigen Mitarbeiter zu finden. Die seit Jahren rückläufigen Ausbildungszahlen, der vorherrschende Fachkräftemangel und nicht zuletzt der demographische Wandel machen es dem Maler-Unternehmer nicht leicht, geeignetes Personal zu finden. Die meisten Malerbetriebe haben bereits leidvolle Erfahrungen bei der Personalsuche machen müssen. Doch wer die Sache richtig anpackt, hat auch Aussicht auf Erfolg.

Die alles entscheidende Frage, die es zu beantworten gilt, lautet: Warum sollte ein Maler in Ihrem Malerbetrieb arbeiten wollen? Gar nicht so einfach eine Antwort aus dem Ärmel zu schütteln, oder?

Wer jetzt an Geld denkt, liegt völlig falsch. Wer glaubt, Bewerber allein mit dem Satz „Wir zahlen über Tarif. Das ist doch klasse“ von seinem Betrieb überzeugen zu können, wird umdenken müssen. Der Lohn steht bei Mitarbeitern keineswegs an erster Stelle. Wie schon im Malerblog-Beitrag „Geld allein macht nicht glücklich. Was Mitarbeiter wirklich wollen“ ausgeführt, spielen Faktoren wie ein gutes Arbeitsklima, die Zufriedenheit im Job und persönliche Entwicklungschancen eine viel wesentlichere Rolle. Aber genau hier liegt auch das Problem. Wie soll man das bei der Personalsuche dem Bewerber rüber bringen? Ganz einfach: Personalmarketing beginnt nicht erst mit der Mitarbeitersuche. Erfolgreiches Personalmarketing fängt viel früher an. Werfen wir einen Blick auf deutsche Großunternehmen.

Attraktives Arbeitgeberimage
Großunternehmen leben von ihrem Image. Eine Arbeitsstelle bei BMW, Porsche, Mercedes, Siemens oder Bayer zu ergattern, wird allgemein als tolle Sache empfunden. Warum? Weil diese Unternehmen einfach weltweit ein tolles Image haben. Die Produkte, die Werbung, der Firmenauftritt – all das steht für eine starke Marke. Das begeistert Kunden. Und obwohl die meisten Menschen noch nie hinter die Kulissen dieser Unternehmen geschaut haben und auch niemanden kennen, der dort arbeitet, schließen sie von dieser Marke, dem positiven Firmenimage, auf einen attraktiven Arbeitgeber.

Ein hoher Bekanntheitsgrad und ein positives Firmenimage sind also entscheidende Faktoren für ein attraktives Arbeitgeberbild. Was für Großunternehmen gilt, gilt auch für Malerbetriebe. Nur ist hier nicht nach dem weltweiten oder bundesweiten Bekanntheitsgrad und Image zu fragen. Malerbetriebe sind meistens nur regional tätig und rekrutieren auch ihre Mitarbeiter aus dem lokalen Umfeld. Daher müssen sich Malerbetriebe die folgenden Fragen stellen: Ist der Betrieb lokal bekannt? Welches Image hat der Betrieb in der Region? Wird er als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen?

Professioneller Außenauftritt
Wer nicht bekannt ist, kann ein noch so toller Chef und Arbeitgeber sein. Der Firmeninhaber wird es schlichtweg schwer haben, in Zeiten der Vollbeschäftigung Personal zu rekrutieren. Doch wie steigert man seinen Bekanntheitsgrad? Ganz einfach: Wer wahrgenommen werden will, muß Präsenz zeigen. Dafür ist ein professioneller Außenauftritt unerläßlich. Ein paar Beispiele sollen verdeutlichen, wie der (regionale) Bekanntheitsgrad gesteigert werden kann.

  • Eine einheitliche, auffallende Fahrzeugbeschriftung sorgt für Aufmerksamkeit.
  • Eine einheitliche, saubere Arbeitskleidung der Mitarbeiter gehört ebenso zu einem starken Außenauftritt, der den Kunden im Gedächtnis bleibt.
  • Presseberichte in Regionalzeitungen zeugen von regionaler Präsenz und Größe.
  • Auch die Teilnahme an regionalen Messen kann mit einem pfiffigen Messekonzept einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern hinterlassen.
  • Mit einem großzügigen Sponsoring im Sport- und Vereinsbereich (z. B. Trikotwerbung) ist man schnell in aller Munde. 
  • Eine ansprechende, moderne Firmen-Website ist in der heutigen Zeit unerläßlich. 
  • Über sozialer Netzwerke wie Facebook lassen sich gezielt junge Menschen ansprechen.
  • Wer Schülerpraktika durchführt und am Girl’s Day teilnimmt, hat die Chance junge Leute für eine Ausbildung zu gewinnen.
  • Allerdings muß das Bild nach außen auch dauerhaft stimmen. Firmenwagen, die nur selten den Weg in die Waschanlage finden, sowie Arbeitskleidung, die nur selten die Waschmaschine sieht, fallen zwar auf, aber eben nur im negativen Sinn. Wer so wirbt, stirbt langfristig.

Marke bilden und leben
Die beschriebenen Maßnahmen tragen aber nicht nur zur Bekanntheit des Unternehmens in der Region bei, sie sind auch gleichzeitig Teil der Imagebildung und daher in Betrieben, für die Kundenmarketing kein Fremdwort ist, bereits fester Unternehmensbestandteil. Wer also schon über ein gutes Kundenmarketing verfügt, hat auch bei der Personalsuche klar die Nase vorn. Denn so wie der Kunde den Malerbetrieb sieht, so sehen ihn auch potentielle Mitarbeiter.

Mitarbeiter suchen und finden
Wer seinen Personalstamm aufstocken will und nach Mitarbeitern sucht, hat die Qual der Wahl. Wie und wo soll die Suche bekannt gemacht werden? Es gibt unzählige Möglichkeiten. Neben den klassischen Wegen sind der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Je Außergewöhnlicher die Personalsuche gestaltet wird, desto mehr Aufmerksamkeit erzielt man damit. Ein paar Beispiele, die zum Nachdenken anregen und die eigene Kreativität beflügeln sollen.

  • Mitarbeiter empfehlen Mitarbeiter
    „Mund-zu-Mund-Propaganda“ oder Kundenempfehlungsmarketing, hierauf wird oft bei der Auftragsgewinnung gesetzt. Ähnliches gibt es auch im Personalmarketing. Mitarbeiter kennen oft Kollegen, die mit ihrem Job unzufrieden, somit wechselwillig oder sogar auf Arbeitsuche sind. Der erste Gang des Chefs sollte ihn daher zu seinen Mitarbeitern führen. Eine erfolgreiche Empfehlung darf auch mit einer Art „Fang-Prämie“ belohnt werden.
  •  Zeitung oder online?
    Eine klassische Stellenanzeige in der Regionalzeitung zu schalten, ist nie falsch. Zwar liest und hört man heutzutage fast nur Gegenteiliges, da Zeitung „out“ und Online „in“ ist. Das stimmt aber nur bedingt. Wer auf Jobsuche ist, wirft auch meistens einen Blick in die Zeitung. Und wenn nicht der Jobsuchende selbst die Anzeige zur Kenntnis nimmt, liest sie vielleicht die Oma, der Vater, der ältere Bruder oder väterliche Freund und erzählt es weiter. Nicht zu ignorieren und zu vernachlässigen, ist aber auch die Tatsache, daß sich junge Menschen meist nur noch „online“ Informationen beschaffen. Eine Online-Veröffentlichung des Stellenangebots ist daher zwingend erforderlich. Hier kann zum Beispiel die Jobboerse der Bundesagentur für Arbeit genutzt werden. Dieses Online-Portal wird auch von vielen Wechselwilligen genutzt, die sich auf diesem Weg über offene, regionale Stellen informieren. Zudem ist die Veröffentlichung des Stellenangebotes für den Arbeitgeber kostenfrei. Es gibt auch zahlreiche Online-Stellenportale kommerzieller Dienstleister. Hier sollte man Kosten und Nutzen sorgfältig abwägen, da diese zur regionalen Arbeitsplatzsuche weniger Verwendung finden. Natürlich sollte auf der Firmen-Website und in den sozialen Netzwerken die Mitarbeitersuche ebenfalls publiziert werden. Aber eins ist klar: Die wenigsten Arbeitsuchenden werden gezielt Firmenwebsites nach offenen Stellen durchsuchen. Ein Problem? Nicht wirklich.
  • Kreativität ist Trumpf
    Kreative Arbeitgeber werden Wege finden, potentielle Mitarbeiter auf ihre Website zu locken, indem sie diese gekonnt in Szene setzen, beispielsweise mit einem QR-Code auf dem Firmenwagen, der beispielsweise überschrieben ist mit „Auf Arbeitsuche? Wir bieten mehr als nur einen Job!“. Knackige, die Neugier weckende Sprüche erzeugen Aufmerksamkeit und so manches Smartphone wird schnell gezückt. Solche Aussagen machen sich auch gut auf Baustellenschildern, die man auf Außenbaustellen oder auf dem Firmengelände gut einsehbar aufstellt. Wer Auszubildende sucht, sollte ebenso kreativ in Abi-Zeitungen und Vereinsbroschüren (Fußball, Handball usw.) präsent sein und um den Nachwuchs werben.

Fazit
„Viele Wege führen nach Rom“ und so ist es auch hier. Welcher Weg im Einzelfall der richtige ist, zeigt sich oft erst hinterher. Man darf aber nichts unversucht lassen und muß auch eine gewisse Portion Kreativität an den Tag legen, denn alles, was ungewöhnlich – eben kein Standard – ist, fällt auf. Und wer über ein attraktives Arbeitgeberimage verfügt, der spart sich oftmals sogar die Suchkosten nach neuen Mitarbeitern, da er gelegentlich Initiativbewerbungen erhalten dürfte. Manchmal kommt dann eine solche Bewerbung gerade zur rechten Zeit.

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