Fugenloses Bad: TopCiment-Workshop bei Robert Paulus

Fugenloses Bad Workshop bei Robert PaulusEdle Oberflächen sind das Metier von Robert Paulus. Über die Jahre hat sich der Oberflächen-Designer aus Fürstenfeldbruck mit viel Fleiß und innovativen Konzepten einen Namen in der Welt der edlen Raumgestaltung erworben. Für seine Kunden interpretiert er traditionelle Techniken neu und lässt Traumwände entstehen. Das Besondere ist bei Paulus der Standard. Immer hat er sein Ohr am Markt, erkennt Trends und versucht sie zu entwickeln. Paulus ist gefragt: 11.500 Follower auf Facebook, Veröffentlichungen auf Malerblog.net, Vorträge auf Kongressen, Aufträge weit über Fürstenfeldbruck hinaus.

Irgendwann kam dann die Idee sein Wissen weiterzugeben. So entstanden die Workshops „Erde & Beton“, „Glanz & Gloria“ und „Top Ciment“. Malerblog.net wollte es genauer wissen und hat Anfang Dezember einen Top-Ciment-Workshop in Fürstenfeldbruck besucht. 

Schon zu Beginn des Workshops fällt auf, dass es hier anders läuft als bei den üblichen Verarbeiterveranstaltungen. Robert Paulus hat sein Atelier geöffnet und gewährt einen exklusiven Einblick in sein Reich. Dort, wo er sonst seine kreativen Oberflächen entwickelt, findet nun ein Anwendungsseminar statt. Der Blick hinter die Kulissen gehört dazu. „Ich habe nichts zu verbergen“, schmunzelt Paulus gleich bei Begrüßung seiner Teilnehmer. Teilnehmer hat er übrigens „nur“ sechs. „Die kleine Gruppe gewährleistet ein individuelles, persönliches Training“, beschreibt er das und im Laufe des Tages wird dann auch schnell klar, was Paulus damit meint. Natürlich geht es im Workshop um Top Ciment – ein spanisches Produkt, das Paulus vor einiger Zeit für sich entdeckt hat. Und von dem er begeistert erzählt, dass er damit „hochbelastbare, fugenfreie Oberflächen in edlem Design“ herstellen kann. Für Paulus ist Top Ciment „das ideale Material für das fugenlose Bad“.

Top Ciment Workshop bei Robert Paulus

Wie im echten Bad: Jeder Teilnehmer bearbeitet eine „Koje“ mit Wand, Außen- und Innenecke und Boden.

Im Workshop geht es um viel mehr: Es geht um Wissen, es geht um Erfahrungen, es geht um Praxistipps und es geht um das Ergebnis. Und auch das wird sofort klar, denn Paulus veranstaltet seine Workshops an echten Wänden, mit einer Außen- und einer Innenecke, einem kleinen Stück Boden. Jeder Teilnehmer hat seine „Arbeitskoje“, die er im Laufe des Tages bearbeitet. Weil aber die Kojen fest montiert sind, die Teilnehmer aber auch etwas mit nach Hause nehmen sollen, erstellt jeder Teilnehmer nebenbei noch zwei Musterplatten.

Top Ciment Workshop bei Robert Paulus

Zum Mitnehmen: Jeder Teilnehmer bearbeitet zwei Musterplatten

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde geht’s los. Paulus beginnt mit etwas Materialkunde, rührt das Material für den ersten Arbeitsgang an und zeigt die Verarbeitung und schon starten die Teilnehmer. Paulus ist immer dabei. Er gibt individuelle Hinweise, erklärt Zusammenhänge und vermittelt Hintergrundwissen. Zwischendrin gibt es einen kleinen Theorieblock, denn wer ein fugenloses Bad herstellen möchte, der wird auch mit Abdichtungsproblemen konfrontiert. Also geht’s zum Flipchart und schnell werden Abdichtungsprobleme skizziert und besprochen. Paulus gibt seine Erfahrungen aus Hunderten von Baustellen weiter. Praxiswissen pur.

Dann wird das Material für den zweiten Arbeitsgang angerührt und wieder geht’s für die Teilnehmer in die Kojen. Zwischendrin, wenn die Wände trocknen müssen, geht es an die Musterplatten. Jeder Teilnehmer wird im Laufe des Tages zwei unterschiedliche Techniken erstellen und abends stolz seine beiden Platten nach Hause tragen.

Nach der Mittagspause versammeln sich die Teilnehmer im Besprechungsbereich. Nun kommt ein kaufmännischer Theorieblock, denn „die Herstellung einer Wand ist nur die halbe Miete, man muss sie auch kalkulieren und verkaufen können.“

Top Ciment Workshop bei Robert Paulus

Kaufmännische Details, damit es auch mit dem Geldverdienen klappt

Und so geht Paulus mit den Teilnehmern die kaufmännischen Details durch: Wie hoch ist der Materialverbrauch pro Quadratmeter? Wie viel Zeit braucht man? Was muss die Oberfläche kosten? Wichtige Fragen, die über den Erfolg eines Betriebes mit einem neuen Produkt entscheiden.

Nach einem kurzen Kaffee geht es im Atelier weiter: Spachteln, schleifen, grundieren, lackieren bis in den frühen Abend hinein. Immer wieder individuelles Coaching und viele praktische Tipps. Zum Abschluss bringt ein Teilnehmer den Tag auf den Punkt: „Der Robert ist der Oberflächenpabst“. Mehr Informationen gibt’s hier: Paulus-Workshops 

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