Das neue iPad Air: Ein Tablet für Maler- und Stuckateurbetriebe?

Das neue iPad Air: Ein Tablet für Maler- und Stuckateurbetriebe?

Apple hat dieses Jahr neben anderen Modellen auch die neue, vierte Generation des iPad Air vorgestellt. Seit ein paar Tagen kann es käuflich erworben werden. Grund genug, das Tablet etwas eingehender zu betrachten, vor allem auch unter dem Aspekt, ob das Gerät für einen Einsatz im Maler- und Stuckateurbetrieb geeignet erscheint.

Zunächst fällt beim Auspacken das 10,9 Zoll große Display ins Auge. Damit ist das Display des iPad Air nur 0,1 Zoll kleiner als das des iPad Pro. Das Display reagiert schnell und hat auch ein klares und helles Bild. Die kleinen Unterschiede hinsichtlich Helligkeit und Bildwiederholfrequenz zum iPad Pro sind für die tägliche Arbeit nicht relevant bzw. merklich. 

Das Gerät verfügt jetzt über eine Standard USB-C Schnittstelle, über die zum Beispiel ein externer Monitor, Fernseher oder Projektor per optionalem HDMI-Adapter angeschlossen werden kann. Auch lassen sich externe Speicher wie zum Beispiel Flash-Drives an das iPad anschließen und natürlich kann das Gerät darüber auch geladen werden. Das iPad Air kann optional auch mit dem Apple Magic Keyboard erweitert werden, wodurch es sich dank dem Betriebssystem iPad OS 14 auch für den stationären Einsatz eignet, so dass auch das Schreiben von Texten oder die Kalkulation eines Angebotes möglich ist. Auch arbeitet das iPad Air 2020 mit dem Pencil von Apple als zusätzliches Eingabegerät zusammen.

Wie gut sich das Tablet bei der täglichen Arbeit schlägt, wurde mit den mobilen Apps von C.A.T.S.-Soft getestet. Die Installation der Apps erfolgte problemlos. Auch die Anwendungen konnten auf dem neuen iPad Air überzeugen.

Mit CATSmobil beispielsweise ließen sich über das große Display Räume sehr einfach per Skizze aufmessen. Über die eingebaute Bluetooth Smart Schnittstelle ließen sich kompatible Lasermessgeräte einfach verbinden, so dass gemessene Werte direkt übernommen werden konnten.

Auch bei der App VerA konnte das große Display überzeugen. Umfangreiche Notizen oder Aufgaben sowie der Terminkalender können schnell eingesehen und übertragene Projektdokumente beim Kundengespräch gut lesbar angezeigt werden. Mit diesem Gerät gehören Papierausdrucke endgültig der Vergangenheit an. Ob Angebote, Baupläne oder sonstige Unterlagen. Sie sind beim Kunden und bei Baubesprechungen immer griffbereit.

Durch die eingebaute 12 Megapixel-Kamera ist auch eine Nutzung in Verbindung mit der mobilen App von BILDaufmaß gut möglich. Es lassen sich damit Fotos auf der Baustelle aufnehmen, komfortabel Referenzmaße zuordnen und die Daten direkt zur Weiterbearbeitung zum Beispiel in Form einer Fassadengestaltung ins Büro schicken.

Auch weitere, mobile Apps von C.A.T.S.-Soft wie CATSbauzeit und der Gerätemanager sind auf dem iPad Air problemlos nutzbar.

Aufgrund der Displaygröße eignet sich das Tablet auch gut, um es als Client für eine Remotedesktopverbindung zur Anwendung der Malersoftware C.A.T.S.-WARICUM zu nutzen. Die Darstellung ist auf dem Display gut, da es fasst randlos den gesamten Durchmesser des Tablets bedeckt. Die Leistung des neuesten Apple Prozessors A14 ist hierfür ebenfalls mehr als ausreichend. Von  Zuhause, im Homeoffice, oder von unterwegs lässt es sich so arbeiten als wäre man im Büro. Ein weiterer Pluspunkt ist in diesem Zusammenhang, dass das iPad Air durch ein Apple Magic Keyboard erweiterbar ist.  

Durch die 7 Megapixel Frontkamera, den guten Ton und das Display sind mit dem iPad Air auch Videokonferenzen unterwegs oder von Zuhause aus möglich, was in Coronazeiten vielleicht einen weiteren Pluspunkt darstellen könnte.

Eine technische Besonderheit und Neuerung ist, dass Apple in den Home-Button direkt die Touch-ID, also die Freigabe per Fingerabdruck, integriert hat. Die Funktion reagiert schnell und einfach, wodurch es gut zu verkraften ist, dass die Gesichtserkennung Face-ID dem iPad Pro vorbehalten bleibt.

Das Tablet steht entweder als WLAN- oder als LTE-Variante mit verschiedenen Speichergrößen zur Auswahl. Mit einem Preis von circa 632 EUR brutto für die 64 GB und circa 769 EUR brutto für die 256 GB Variante mit WLAN-Ausstattung liegt das Tablet unter der Abschreibungsgrenze von 800 EUR netto für geringwertige Wirtschaftsgüter, was für die unternehmerische Nutzung und die steuerliche Abschreibung durchaus ein Argument ist.

Das iPad Air ist damit für alle, die lieber ein größeres Display, als es das normale iPad mit 10,2 Zoll bietet, und einen leistungsfähigeren, modernen Prozessor wollen, ein guter Mittelweg und eine alternative zum iPad Pro, dem das iPad Air vom Design sehr gleicht. Last but not least sollte in Sachen Design noch darauf hingewiesen werden, dass das iPad Air in fünf attraktiven Farben erworben werden kann: Silber, Space Grau, Roségold, Grün und Sky Blau. Da sollte für jeden etwas dabei sein.