Bitkom-Studie: Digitalisierte Unternehmen kommen besser durch die Krise

Digitalisierte Unternehmen kommen besser durch die Krise

Digitalisierte Unternehmen kommen besser durch die Coronakrise. Das zumindest glaubt eine überwältigende Mehrheit an Unternehmen, die im Rahmen einer repräsentativen Umfrage, im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom, zur Digitalisierung befragt wurden. 

Manchmal bedarf es erst einer Krise wie der Corona-Pandemie um zu erkennen, welche Vorteile für den eigenen Betrieb mit der Digitalisierung verbunden sind. Zugleich führt es aber auch den Unternehmen, die bisher wenig in Digitalisierung investierten, ihre Defizite vor Augen. Zusammenfassend lässt sich anhand des Umfrageergebnisses feststellen, dass die Unternehmen mehrheitlich der Digitalisierung eine größere Wertschätzung zukommen lassen als vor Corona.

Quelle: Bitkom Research, 2020

Mehr als 8 von 10 Unternehmen (84 Prozent) geben an, dass durch die Corona-Pandemie die Digitalisierung für das eigene Unternehmen an Bedeutung gewonnen hat. Als Chance für das eigene Unternehmen betrachten satte 97 Prozent der Unternehmen im November 2020 die Digitalisierung. Das ist ein absoluter Rekordwert. Vor gut einem halben Jahr lag der Wert mit 90 Prozent noch deutlich darunter.  

Auch die folgenden Antworten sprechen eine deutliche Sprache: 70 Prozent glauben, dass Unternehmen, deren Geschäftsmodell bereits digitalisiert ist, besser durch die Corona-Pandemie kommen. 54 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass ihnen digitale Technologien helfen, die Pandemie zu bewältigen. 

Doch welche Digitalisierungs-Maßnahmen stehen bei den Unternehmen derzeit hoch im Kurs? Auch darauf liefert die Umfrage Antworten. Vornehmlich in drei Bereichen ergreifen die Unternehmen Digitalisierungsmaßnahmen: Bei der Technologie, bei Geschäftsprozessen und bei den Mitarbeitern. 75 Prozent haben neue Software angeschafft oder planen dies, 70 Prozent haben in Hardware wie Laptops oder Smartphones investiert oder haben dies geplant, 58 Prozent haben eine digitale Infrastruktur wie VPN-Zugänge oder ein Intranet aufgebaut oder haben dies vor. All diese Investitionen dienen dazu, die Prozesse im Unternehmen zu digitalisieren. Aber auch Videokonferenzen, digitale Kollaborationstools, digitale Dokumente statt Papier, Homeoffice, digitale Weiterbildung und vieles mehr stehen mittlerweile auf der Digitalisierungsagenda der Unternehmen ganz oben. „Alle befragten Unternehmen haben irgendetwas unternommen, um selbst digitaler zu werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Erfolg entsteht aus einer Kombination von der Einführung neuer Technologien, der Digitalisierung der eigenen Prozesse und insbesondere der Qualifizierung der Mitarbeiter.“

Die befragten Unternehmen haben eine klare Vorstellung von den Zielen dieser Digitalisierungsmaßnahmen: Die Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des eigenen Unternehmens in der Krise (96 Prozent) und eine bessere Vorbereitung auf künftige Krisen (96 Prozent) stehen dabei gleichauf. Zudem wollen aber 6 von 10 Unternehmen (59 Prozent) die Krise auch nutzen, um Versäumnisse bei der Digitalisierung des Unternehmens aufzuholen.