10 Tipps: So machen Sie Ihren Firmenwagen winterfit

10 Tipps: So machen Sie Ihren Firmenwagen winterfit

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Jetzt ist es an der Zeit, die Firmenwagen winterfit zu machen. Schnee, Eis, Glätte und Kälte warten nicht bis zum meteorologischen Winteranfang. Winterliches Wetter ist im Spätherbst keine Seltenheit. Obwohl diese Lebenserfahrung schon jeder gemacht hat, kommt der erste Schnee für viele Menschen völlig unerwartet. Während im privaten Bereich jeder für sich selbst verantwortlich ist, sollte der Malerunternehmer seiner Verantwortung frühzeitig nachkommen und seine Firmenwagen winterfit machen, damit seine Mitarbeiter sicher zur Baustelle und wieder zurück kommen.

Tipp 1: Winterreifen jetzt aufziehen
In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Dies bedeutet, dass es keinen gesetzlich festgelegten Zeitraum für das Fahren von Winterreifen gibt, sondern allein der winterliche Straßenzustand die Winterreifenpflicht auslöst. Eine gute Orientierung für das Aufziehen von Winterreifen bietet die im Volksmund geltende Faustregel „von Oktober bis Ostern“. Liegen winterliche Straßenverhältnisse vor, sind Sommerreifen auf jeden Fall tabu. Wird dagegen verstoßen, sind ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg die Folge. Wird bei winterlichen Verhältnissen gar ein Unfall mit Sommerreifen verursacht, kann dies wegen grober Fahrlässigkeit zu Leistungskürzungen der Kaskoversicherung (§81 VGG) führen.

Tipp 2: Winterreifen mit Alpine-Symbol
Ein Blick auf die Reifen zeigt übrigens recht schnell, ob es sich um Winterreifen im rechtlichen Sinn handeln. Ist auf dem Reifen das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) abgebildet, erfüllt der Reifen die Anforderung. Reifen, die noch eine M+S Kennzeichnung tragen, gelten noch bis zum 30. September 2024 als wintertauglich, wenn sie bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden.
Lesen Sie hierzu: Alpine-Symbol ab 2018 Pflicht für Winterreifen

Tipp 3: Profiltiefe checken
Auch die Profiltiefe muss überprüft werden. Sie sorgt dafür, dass der Winterreifen seine volle Bremskraft entfalten kann. Der ADAC empfiehlt eine Profiltiefe von 4 mm. Wer keinen Profilmesser zur Hand hat, kann die Profiltiefe leicht mit einer 2 Euro-Münze messen. Versinkt der breite silbrige Rand der Münze vollständig in der Profilrinne sind vier Millimeter erreicht. Des Weiteren gibt es bei zahlreichen Autohäusern und Tankstellen Profiltiefenmesser, die man für kleines Geld erwerben, oft sogar geschenkt bekommen kann.  

Tipp 4: Frostschutzmittel
Eine einwandfrei funktionierende Scheibenwischanlage ist bei winterlichen Verhältnissen immens wichtig. Jeder kennt das Problem, wenn das vorausfahrende Fahrzeug Schneematsch aufwirbelt und dieser auf der Frontscheibe landet. Kommen bei Feuchte und Nässe im Winter noch eiskalte Temperaturen hinzu, dann sind Frostschutzmittel das Mittel der Wahl. Daher sollte im Winter stets auf ausreichend Reinigungsflüssigkeit mit Frostschutzmittel geachtet werden. Regelmäßiges Auffüllen schützt vor unliebsamen Überraschungen.

Tipp 5: Schneeketten
Je nach Region sind Schneeketten unabdingbar, damit sich Mitarbeiter bei starken Schneefällen und auf Eis fortbewegen zu können. Mitarbeiter, die noch keine Erfahrung mit dem Aufziehen von Schneeketten haben, sollten eine Einweisung erhalten, damit bereits beim ersten Einsatz alles reibungslos läuft.

Tipp 6: Eiskratzer & Handbesen
Haben die Mitarbeiter auf der Baustelle Feierabend gemacht, wollen sie schnell zurück in den Betrieb fahren. Doch Kälte, Feuchtigkeit und Schneefall machen oft einen Strich durch die Rechnung. Die Scheiben sind zunächst von Eis und Schnee zu befreien. Nur ein „Guckloch“ freikratzen, ist übrigens nicht ausreichend. Wer so fährt, gefährdet nicht nur sich und andere Verkehrsteilnehmer, sondern riskiert auch ein Bußgeld. Liegt Schnee auf Dach, Motorhaube und Scheinwerfer, sind diese von der Schneelast ebenfalls zu befreien. Daher gehören ein Handbesen und für die Scheiben ein bis zwei Eiskratzer ins Auto. Je mehr Mitarbeiter sich am Freikratzen der Scheiben beteiligen können, desto schneller geht’s. 

Tipp 7: Türschlossenteiser
Viele Autos haben schon keine klassischen Zündschlüssel mehr. Aber für alle anderen bietet es sich an, Türschlossenteiser mitzuführen. Es macht allerdings keinen Sinn, das Enteisungsmittel im Handschuhfach zu deponieren, da es im Fall der Fälle dort nicht greifbar ist. Einfach in den Werkzeugkoffer stecken, der ohnehin mit auf die Baustelle genommen wird. So ist der Enteiser immer griffbereit, wenn er benötigt wird.

Tipp 8:  Antibeschlag-Schwamm
Im Herbst und Winter muss sich jeder Autofahrer mit einem gängigen Problem herumschlagen: beschlagene Innenscheiben. Um schnell für klare Sicht sorgen zu können, sollte ein Antibeschlag-Schwamm griffbereit im Firmenwagen liegen.

Tipp 9: Taschenlampe
Ein wichtiges Utensil ist eine lichtintensive Taschenlampe, und zwar unabhängig von der Jahreszeit.  Mit einer Taschenlampen-App lässt sich zwar im tiefsten Dunkel das Türschloss finden, aber für das Aufziehen von Schneeketten, das Nachfüllen von Scheibenwischerwasser oder bei einer Autopanne gewährleistet nur eine lichtintensive Taschenlampe die Orientierung im Dunkeln.

Tipp 10: Starthilfekabel & Decke
Apropos Autopanne. Eine solche ist im Winter bei Dunkelheit und Kälte besonders unangenehm. Werden Mitarbeiter auf überregionale Baustellen geschickt, sollten Starthilfekabel und eine wärmende Decke in keinem Firmenwagen fehlen. Fleece-Decken gibt’s schon für wenig Geld und niemand muss frieren. 

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