Vom Fußball lernen: Mitarbeiter zu Spitzenleistungen führen!

Mitarbeiterführung im Malerhandwerk: Mit dem richtigen Team erfolgreich seinSchwarz, rot, gold wohin man derzeit schaut. Nach wie vor überall wehende Fahnen, Trikots, Fan-kleidungen in den deutschen Nationalfarben, die Flagge auf Autos, an Häusern stets präsent. Immerhin – „unser“ deutsches Team ist Weltmeister – und irgendwie damit auch ganz Deutschland.
Ein Team hat es geschafft! Ein Team, das perfekt harmoniert, mit eisernem Willen das gesetzte Ziel erreicht hat. Ein Team, das aufeinander vertraut, sich aufeinander verläßt, miteinander den Weg beschreitet. Ein Team, in dem es auf jeden ankommt, in dem jeder gleichermaßen wichtig ist und zählt. Wir erinnern uns: die Mannschaften, die auf egozentrische, idolisierte Einzelspieler setzten, konnten es bei dieser WM nicht richten. Weder ein Rooney, Ronaldo oder Neymar, noch ein Messi konnten ihr Land zum Sieg führen. Diese Einzelspieler sind sicherlich hervorragende Ballkünstler, doch das reicht oft nicht aus. Es reicht im Sport nicht aus und es reicht auch in Malerbetrieben nicht aus. Denn was den entscheidenden Unterschied ausmacht, was ein Unternehmen zum Erfolg benötigt, ist der richtige Teamgeist.

Zusammenhalt erreichen
Doch was ist das überhaupt? Und wie bekommt man den richtigen Teamgeist?
Die Mitarbeiter sind im Malerbetrieb nach wie vor der wichtigste Baustein. Jeder einzelne sollte entsprechend seiner Fähigkeiten eingesetzt werden, so daß das Unternehmen einen Nutzen davon hat. Jeder einzelne sollte sich in einem Team integrieren können, um so gemeinsam die gesetzten Ziele erreichen zu können. Denn eines ist unbestritten: Je stärker der Teamgeist, also der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe, desto leichter ist es, das Ziel mit dem Team zu erreichen.

Im Fußball scheint es logisch: Die Mannschaft mit den meisten Toren gewinnt. Also muß es der Trainer schaffen, ein Team mit den bestmöglichen Fähigkeiten zusammen zu stellen, das dieses Ziel erreichen kann.
Im Malerbetrieb ist es eigentlich genauso: Für jede anstehende Arbeit, sei es eine Wärmedämmung, oder eine hochwertige Spachteltechnik, müssen die richtigen Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Es muß ein Team zusammen gestellt werden, welches dieser Aufgabe gewachsen ist, sie eigenständig ausführen kann und damit zum Ziel gelangt. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: Der Chef wird nicht, wie der Trainer in seiner Coaching-Zone umher rennen, um korrigierend einzugreifen. Die Mitarbeiter müssen es selbst schaffen zum Ziel zu kommen – natürlich mit den Anweisungen, die sie vorher vom Chef bekommen haben.

Unterschiedliche Charaktere im Team vereinen
Da Menschen generell unterschiedlich sind und eigenständige, verschiedene Charaktere und Fähigkeiten haben, ist es nicht immer einfach die richtigen Teams zu bilden. Deshalb ist es von Anfang an wichtig, Mitarbeiter auszuwählen, die in der Lage sind, sich in ein Team zu integrieren. Eigenbrödler und Autokraten sind da fehl am Platz. Auch Aufgaben innerhalb der Gruppe sollten nach den entsprechenden Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter verteilt werden. So geschieht es auch im Fußball. Wird ein Innenverteidiger plötzlich in den Sturm beordert, kann er seiner Aufgabe oft nicht gerecht werden – er ist überfordert bzw. mit der Aufgabe nicht vertraut.
Soll ein Mitarbeiter, der sich bisher nur mit klassischen Innenputzen beschäftigt hat, plötzlich eine hochwertige Spachteltechnik machen, wird das mit Sicherheit schiefgehen – er wird überfordert sein. Und Überforderung ist hier genauso schlecht wie Unterforderung. Mitarbeiter, die permanent überfordert sind, klinken sich aus dem Team aus. Mitarbeiter, die besondere Stärken haben, diese aber nicht zeigen können und immerzu unterfordert sind, werden ebenfalls irgendwann frustriert aufgeben.

Leistung einschätzen
Um Mitarbeiter im „richtigen“ Team zu positionieren, muß man die Stärken, Schwächen und Leistungsbereitschaft eines jedes einzelnen beurteilen können. Wer hat beispielsweise die perfekte Kombination von Engagement und Können. Wer hingegen benötigt klare Anweisungen und Hilfestellung, ist vielleicht sogar unsicher? All diese Fragen müssen im Vorfeld geklärt werden.
Auf die optimale Ergänzung der einzelnen Fähigkeiten im Team kommt es an. Jeder muß sich auf seinem Gebiet bestmöglich entfalten können. Die Arbeit muß Spaß machen, auf das erreichte Ziel sollten die Mitarbeiter stolz sein. Dann hat auch das Unternehmen etwas davon.

Mitarbeiter richtig „trainieren“
Für eine perfekt funktionierende Teamarbeit ist es wichtig im Vorfeld schon Dinge so zu definieren, daß hinterher alles glatt läuft. Wer die folgenden Parameter beachtet, hat es leichter:

1. Klare Hierarchien/Rollen innerhalb der Gruppe
Wer auf der Baustelle im Team welche Rolle übernimmt, muß vorher klar sein. Es muß vorher fest gelegt werden, wer der „Leader“ also der Vorarbeiter der Gruppe ist, wer den Ton angibt und das Team führt. Nur selten gibt es funktionierende Baustellen, wo die einzelnen Mitarbeiter absolut gleichgestellt sind. Oft ist hier das Problem, sich nicht einigen zu können. Der eine will es so, der andere lieber doch anders. Das kostet Zeit und Nerven und bringt nicht das gewünschte Resultat. Die festen Hierarchien müssen natürlich von allen Team-Mitgliedern akzeptiert werden.

2. Klare Aufgabenverteilung
Aufgaben und Arbeitsbereiche jedes einzelnen Mitarbeiters innerhalb des Teams sollten klar verteilt sein. Jeder muß sich über seine Befugnisse im klaren sein und wissen, wo sein Platz in der Gruppe ist. Diese Aufgabenverteilung sollte natürlich nach dem fachlichen Geschick des einzelnen erfolgen. Werden im Team verschiedene Kenntnisse von unterschiedlichen Menschen getragen, kann das besonders effektiv sein.

3. Kommunikation fördern / Vertrauen schaffen
Um eine optimale, konstruktive Teamarbeit zu erreichen, muß der Chef zu jedem einzelnen Mitarbeiter ein Vertrauensverhältnis aufbauen. In regelmäßig stattfindenden Einzelgesprächen und Teamsitzungen sollte sich erkundigt werden, wie die Arbeit läuft, wo es Probleme und Schwierigkeiten gibt und wie diese zu lösen sind. So fühlen sich auch die Mitarbeiter respektiert.

4. Vorbildfunktion Chef
Damit die Mitarbeiter eine Orientierung haben, wie man sich im Unternehmen und gegenüber Kollegen, Kunden und auf Baustellen zu verhalten hat, muß der Chef mit gutem Beispiel voran gehen. Er sollte das Verhalten und die Arbeitsweise, die er erwartet auch selber vorleben. Alles andere schmälert die Autorität erheblich.

5. Positives Feedback
Das Lob ist eine ganz entscheidende Motivation für jeden einzelnen Mitarbeiter. Wer sich Mühe gibt und engagiert bei der Sache ist und eine tolle Leistung abliefert, sollte dafür ein positives Feedback erhalten. Auch wenn das gesamte Team gut gearbeitet hat, sollte die positive Anerkennung vor versammelter Mannschaft erfolgen. Das stärkt das „Wir-Gefühl“ und pusht für weitere „Taten“.

Wer es schafft, Teams zu bilden, die optimal funktionieren, sollte diese nicht „auseinander nehmen“, trennen oder auf andere Gruppen verteilen. Das kann die Arbeit auf den einzelnen Baustellen negativ beeinflussen oder sogar behindern. Schon der Austausch eines einzigen Gesellen, der z.B. zum ersten Mal mit anderen Kollegen zusammen arbeiten soll, wird die bisherige Arbeitsweise dieser Gruppe tangieren.

Für das perfekt Team sollte folgendes gelten: EIN Team, EIN Weg, EIN Ziel!

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