
Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sorgen schon heute dafür, dass sich viele Tätigkeiten grundlegend wandeln. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren ganze Berufsbilder verschwinden oder weitgehend automatisiert werden.
Wenn Berufe nach und nach verschwinden
Einige Tätigkeiten werden künftig kaum noch von Menschen ausgeführt werden. Stattdessen übernehmen KI-Systeme und Robotik immer mehr Aufgaben. Besonders sichtbar wird das bereits im Einzelhandel: Selbstbedienungskassen ersetzen zunehmend klassische Kassenarbeitsplätze. Dieser Trend dürfte sich weiter verstärken und den persönlichen Kontakt an der Kasse vielerorts verdrängen.
Auch Callcenter-Mitarbeiter oder Beschäftigte in Telefonzentralen geraten zunehmend unter Druck. KI-gestützte Sprachassistenten übernehmen bereits heute viele Aufgaben automatisiert. Ähnlich entwickelt sich der Bankenbereich: Online-Banking reduziert den Bedarf an klassischen Bankfilialen und damit auch an entsprechendem Personal.
Nicht anders sieht es bei Reiseverkehrskaufleuten aus. Viele Kunden buchen ihren Urlaub inzwischen selbst online. Die Digitalisierung verändert damit auch diese Branche grundlegend.
In der Industrie übernehmen Roboterarme schon heute zahlreiche Tätigkeiten am Fließband. Hinzu kommen humanoide Roboter, die sich zunehmend weiterentwickeln. Auch der Lagerbereich wird immer stärker automatisiert – vielerorts ersetzen fahrerlose Transportsysteme bereits klassische Lagerarbeitsplätze.
Apropos fahrerloses Fahren. Auf der Straße zeichnet sich ebenfalls ein Wandel ab. Fahrerlose Taxis, sogenannte Robotaxis, sind in einigen amerikanischen und chinesischen Großstädten bereits unterwegs. In Los Angeles können Nutzer schon seit Ende 2024 beispielsweise fahrerlose Fahrzeuge des Anbieters Waymo per App buchen.
Diese Beispiele zeigen, wie schnell sich die Arbeitswelt verändert. Doch was bedeutet das für das Handwerk?
Handwerk bleibt unverzichtbar
Gerade das Handwerk – insbesondere das Maler- und Stuckateurhandwerk – wird sich nicht einfach durch Roboter ersetzen lassen. Zwar könnten künftig einzelne Arbeitsschritte automatisiert werden. So gibt es bereits erste erfolgreiche Praxistests mit Malerrobotern, etwa beim Tiroler Lackhersteller ADLER gemeinsam mit einem Berliner Start-up. (Hier geht’s zum Malerblog.net-Artikel.)
Den Beruf des Malers oder Stuckateurs ersetzt das jedoch nicht. Dafür sind die Tätigkeiten in diesen Branchen zu vielseitig und zu anspruchsvoll. Kreativität, Erfahrung, Materialkenntnis, Kundenberatung und handwerkliches Können lassen sich nicht einfach automatisieren.
Digitale Technologien werden in Zukunft dennoch eine größere Rolle spielen. Sie können Arbeitsabläufe effizienter machen und Fachkräfte entlasten. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels könnten neue technische Lösungen helfen, Prozesse schneller und wirtschaftlicher umzusetzen. Denkbar ist auch, dass künftig zusätzliche Aufgaben rund um Steuerung und Überwachung solcher Systeme entstehen.
Fest steht, dass sich der Beruf weiterentwickeln wird – so wie es im Handwerk im Übrigen schon immer der Fall war. Wer langfristig erfolgreich sein will, muss offen für neue Technologien bleiben und sich an veränderte Rahmenbedingungen anpassen.
Oder anders gesagt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. An dieser alten Weisheit hat sich bis heute nichts geändert.
Keine Angst vor der Zukunft
Gut ausgebildete Maler und Stuckateure müssen der Zukunft nicht mit Sorge begegnen. Trotz Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt ihr Können gefragt. Das Handwerk wird sich verändern – aber es wird nicht verschwinden.

