Das Netz kennt keine Grenzen: Per App Falschparker verpetzen

Parksuender-1017378Falschparken ist nicht erlaubt. Doch nicht jedes Verbot wird strikt befolgt. Jetzt macht eine App von sich reden, die das öffentliche Anprangern solcher Vorfälle ermöglicht. Wer im Halteverbot steht, Rad- und Gehwege zuparkt, zu Unrecht Behindertenparkplätze nutzt oder sonst andere durch das verkehrswidrige Abstellen seines Fahrzeugs behindert oder gefährdet, riskiert einen Eintrag auf der Internet-Landkarte des App-Anbieters auf www.wegeheld.org. Ein Posting bei Twitter oder Facebook sowie eine Mail an das zuständige Ordnungsamt sind ebenso möglich. Sogar das Hochladen von Fotos ermöglicht die App. Die Macher weisen allerdings darauf hin, dass das Nummernschild aus datenschutzrechtlichen Gründen geschwärzt werden sollte.

Falschparken ist wahrlich kein Kavaliersdelikt. Aber ist der Internet-Pranger der richtige Weg zur Verkehrserziehung von Parksündern? Schon bisher konnte jedermann bei der Ordnungsbehörde oder Polizei eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstatten. In einem Rechtsstaat sollte das allein der richtige Weg sein und bleiben.

Wie die Online-Ausgabe der Westdeutschen Zeitung im April 2016 berichtete, machen immer mehr Bürger aus Mönchengladbach von der App Gebrauch. Bleibt abzuwarten wie sich die Zahl der anonymen, selbsternannten Hilfssheriffs weiter entwickeln wird.