Bauwirtschaft als attraktiver Arbeitgeber von jungen Menschen geschätzt

Bauwirtschaft ein attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen

Die jüngst von der SOKA-BAU veröffentlichten Ausbildungszahlen stimmen die Unternehmen der Baubranche froh. Derzeit werden circa 42.400 junge Menschen in Bauberufen ausgebildet. Im ersten Lehrjahr befinden sich aktuell fast 14.500 neue Auszubildende. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr.  

„Seit 2017 steigen die Lehrlingszahlen im Bauhauptgewerbe kontinuierlich an. Angesichts des weiter dramatischen Fachkräftemangels freuen wir uns über diesen Trend sehr“, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe die aktuellen Ausbildungszahlen und führt weiter aus: „Die Lehrlingszahlen belegen, dass die Bauwirtschaft nicht nur ein attraktiver Arbeitgeber ist, sondern jungen Menschen eine sichere Perspektive für ein aktives Berufsleben bietet.“

Wie wichtig die berufliche Perspektive den jungen Menschen bei der Wahl ihres Ausbildungsberufs ist, zeigt eine aktuelle Ausbildungsstudie der SOKA-BAU und F.A.Z. Business Media. Während Spaß an der Arbeit für 96 Prozent der Befragten ausschlaggebend für die Berufswahl war, spielte die Berufsperspektive eine fast ebenso große Rolle. Neun von zehn der jungen Azubis schätzen zudem den privaten Nutzen der erlernten Fähigkeiten am Bau. Aber auch die wohnortnahe Ausbildung hat an Bedeutung für die Berufswahl zugenommen. Sie war immerhin für drei von vier Azubis ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Quellen: SOKA-Bau, F.A.Z.-Business Media / research

Für die Zukunft versprechen sich die jungen Azubis ein gutes Gehalt (88 Prozent), gefolgt von Job-Sicherheit (79 Prozent) und guten Weiterbildungsmöglichkeiten (71 Prozent). Hoffnungsvoll stimmt auch der bei 37 Prozent der Befragten bestehende Wunsch nach einer Selbständigkeit durch Gründung oder Übernahme eines Betriebs. Vielleicht ist dieses, wenn auch langsam wachsende Interesse ein Indiz dafür, dass auch hier ein Umdenken einsetzt und junge Menschen die Wertigkeit der Bauwirtschaft wieder erkennen und durch die Übernahme von Verantwortung auch für sich nutzen wollen.    

Quellen: SOKA-Bau, F.A.Z.-Business Media / research

Die Ergebnisse der Studie kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, wie folgt: „Die aktuelle Ausbildungsstudie belegt es: Karrieren am Bau machen nicht nur Spaß, sondern bieten neben hoher Ausbildungsqualität auch eine große Job-Sicherheit. Nie waren die Voraussetzungen für junge Menschen am Beginn ihrer Ausbildung in der Bau-Branche so gut wie heute, nie waren wir auch für Quereinsteiger und Berufsrückkehrer so interessant. Dass wir mit absoluten Spitzen-Vergütungen schon in der Ausbildung und mit großer Heimatnähe punkten können, wussten wir. Jetzt haben wir es aber auch schwarz auf weiß: Kollegialität, spannende Tätigkeiten und Top-Ausbildungsqualität sind weitere Punkte, die Jugendliche an uns zu schätzen wissen.“