
Die Zahl der Baugenehmigungen verzeichnet in Deutschland im August 20206 einen positiven Aufwärtstrend. So wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat 6,8 Prozent mehr Baugenehmigungen erteilt und damit insgesamt 20 600 Wohnungen genehmigt.
Diese positive Bilanz kann auch für den Zeitraum Januar bis August 2026 gezogen werden. In dieser Zeit wurden 12,1 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden erteilt als im Vergleichszeitraum 2025. Somit wurden in den ersten acht Monaten dieses Jahres 169.400 Wohnungen genehmigt.
Diese vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Zahlen zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend und stimmen positiv, wenngleich die Zahlen auch nicht überinterpretiert werden dürfen.
Eine Baugenehmigung ist noch keine gebaute Wohnung
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) ordnet das Zahlenwerk wie folgt ein: „Von Januar bis August wurden 169.400 Wohnungen genehmigt. Das klingt nach viel, ist aber noch immer rund ein Drittel weniger als 2021, als im selben Zeitraum über 250.000 Wohnungen genehmigt wurden. Wir erholen uns von einem historischen Tiefpunkt, von einem normalen Niveau sind wir noch weit entfernt.“
Hinzu kommt: Eine Baugenehmigung ist nicht automatisch eine gebaute Wohnung. Darauf verweist Pakleppa ausdrücklich und erinnert: „Ende 2025 lagen rund 450.000 genehmigte Wohnungen auf Eis, weil sich der Bau für viele nicht rechnet.“
Es wird sich also erst zeigen müssen, ob aus den erteilten Baugenehmigungen auch Aufträge für die Bauwirtschaft werden.
Quellen: Statistisches Bundesamt (destatis); Zentralverband Deutsches Baugewerbe

