Weihnachtsstress sorgt für Konflikte: Wie sich dicke Luft vermeiden lässt

Weihnachtsstress sorgt für Konflikte: Wie sich dicke Luft vermeiden lässt

Vorweihnachtszeit. Für viele dreht sich das Stresskarussell jetzt noch ein bisschen schneller als sonst. Soviel muss noch erledigt werden: Die letzten Baustellen sollen fertig werden, im Büro wartet ein Stapel Schlussrechnungen auf die Abarbeitung und der Architekt hat sich für die Abnahme des Neubaus auch noch angekündigt. Wenn dann irgendetwas nicht reibungslos abläuft, ist Frust vorprogrammiert. Und der landet oft bei denjenigen, die gar nichts dafür können. Manchmal gleicht es einer regelrechten Kettenreaktion, die sich da abspielt und während der Kunde seinen Frust beim Maler ablässt, macht dieser sich wiederum Luft beim Lieferanten und der lässt vielleicht Dampf beim Mitarbeiter ab.

Konflikte zwischen Menschen sind völlig normal. Übermäßiger Stress sorgt jedoch regelmäßig dafür, dass eine solche Meinungsverschiedenheit eskaliert. Eine Eskalation gilt es allerdings zu vermeiden, denn sie ist der Problemlösung nicht dienlich und führt nur zu einer Verhärtung der Positionen. Wer ein paar Dinge beachtet, kann es schaffen, Konflikten konstruktiv zu begegnen und sie fair zu lösen, eben ganz im Sinne der Weihnachtsidee.

Im Gleichschritt: Stress und Eskalation
Da mit Stress die meisten Menschen völlig überreagieren, sollte sich jeder zunächst fragen, ob es sich lohnt, für das zugrundeliegende Ereignis einen Konflikt vom Zaun zu brechen. Mit Stress im Kopf reagieren die meisten Menschen nämlich wesentlich sensibler auf Ereignisse, die ihnen missfallen. Gerade auf Baustellen, wenn etwas nicht ganz glatt läuft. In stressfreien Zeiten nimmt sich der Chef Zeit und erläutert in vernünftigem Ton, was ihm an der Arbeitsausführung nicht gefällt. Manchmal sieht er auch großzügig über Kleinigkeiten hinweg, da es Wichtigeres zu besprechen gibt. Hat der Chef Stress, stört ihn oft schon die Fliege an der Wand. Er artikuliert sein Missfallen lautstark. Der Mitarbeiter sieht das natürlich anders, reagiert dementsprechend vielleicht sogar aufbrausend, um sich zu verteidigen. Der Konflikt ist geboren. Ein Konflikt, der zu vermeiden gewesen wäre, wenn sich der Chef seines Stressverhaltens bewusst gewesen wäre.

Ein anderes Beispiel: Ein Kunde ist unzufrieden, weil er mit der Wandgestaltung nicht zufrieden ist. Er hatte sich diese völlig anders vorgestellt. Er ist sauer und beschwert sich. Hier besteht durchaus Diskussionsbedarf, denn je nach Auftragserteilung hat der Kunde vielleicht einen echten Streitgrund. Und auch hier gilt für den Malerunternehmer: Sich nicht von dem Stress vereinnahmen lassen, sich dessen bewusst sein und besonnen reagieren.

Positives Mindset – Die richtige Einstellung zählt
Wer mit einer positiven Einstellung an Dinge herangeht, hat es leichter. Das heißt natürlich nicht, dass man seinem Gegenüber sofort Recht geben soll, damit der Beef vom Tisch ist. Nein! Es heißt aber, dass Konflikte nicht grundsätzlich als etwas Negatives gesehen werden sollten. Wer in Konflikten etwas Gewöhnliches bzw. etwas Normales sieht, hat es allgemein leichter damit umzugehen – eben auch in Stresssituationen. Differenzen kommen nun einmal vor, schon allein, weil Menschen unterschiedliche Ansichten und verschiedene Wahrnehmungen haben. Es ist wichtig gelassen damit umzugehen, sich nicht daran aufzureiben, hinein zu steigern oder gar noch mehr zu ärgern. Konflikte im beruflichen Bereich sind in der Regel kein persönlicher Angriff auf die eigene Person. Konflikte sind dazu da, um gelöst zu werden. Malerunternehmer, die sich eine solche Haltung Konflikten gegenüber zulegen, bringt auch ein Konflikt in der Vorweihnachtszeit nicht aus der Fassung.

Respektvoll agieren – konstruktiv argumentieren
Natürlich kommen bei einem Konflikt fast immer Emotionen hoch – und zwar bei allen Beteiligten. Jeder möchte für sich Recht behalten, jeder will seine Position darlegen und sich Luft machen. Das ist verständlich und auch ok, allerdings nur, wenn es mit Respekt geschieht. Respekt dem anderen gegenüber und auch sich selbst. Wer direkt in lautem Tonfall und auf emotionaler Ebene lospoltert, macht es sich selbst nur unnötig schwer. Durch ein solches Verhalten rückt eine Konfliktlösung in weite Ferne. 

Die Lösung: Wer sucht, der findet
Genau darum geht es aber bei einem Konflikt: Um die Lösung, sprich die Auflösung des Konflikts! Bei einer Konfliktlösung geht es nicht darum, wer Recht hat. Egal, ob der Streit zwischen Chef und Mitarbeiter, Kunde und Malerunternehmer, Lieferant oder sonst wem besteht. Ziel muss es sein, eine Lösung zu finden, mit der beide Parteien leben können. Es geht darum, den Konflikt auf sachlicher Ebene auszutragen und ein Ergebnis zu finden, mit dem allen Beteiligten geholfen ist. So kann sich ein Konflikt schnell auflösen, wenn das zugrundeliegende Problem gelöst wird. Manchmal löst sich auch ein Konflikt, weil die Beteiligten vernünftig miteinander reden und Missverständnisse ausräumen. Manchmal trägt ein Kompromiss zur Konfliktlösung bei. Je nach Fallgestaltung lässt sich fast immer ein gangbarer Weg finden, der die Konfliktparteien befriedet, ganz im Sinne von Weihnachten.