Was taugt der alte Untergrund? Praxistipps zur Untergrundprüfung

Gegenwärtig sind Sanierungs- und Renovierarbeiten in aller Munde. Umfangreiche Fördermöglichkeiten animieren Hausbesitzer zu energetischen Sanierungen, beispielsweise mittels Wärmedämm-Verbundsystem. Andere haben, nicht zuletzt pandemiebedingt, einen neuen Putz für die Innenräume ins Auge gefasst. In jedem Fall gilt bei Bestandsgebäuden, vorab den vorhandenen Untergrund hinsichtlich seiner Tragfähigkeit zu prüfen, um unliebsame und kostspielige Überraschungen zu vermeiden. Zum Beispiel optische Beeinträchtigungen wie Schattierungen, abblätternde Farbe oder dass Putz- oder gar Dämmsysteme nicht an der Wand bleiben.

Der Gewebeabreißtest
Wer größere Maßnahmen an der Außenfassade seines Bestandsgebäudes plant, kann mit dem Gewebeabreißtest die Tragfähigkeit des Altputzes prüfen. Dazu wird ein Streifen Armierungsgewebe mit Armierungsmörtel eingebettet. Nach einer Woche Trocknungszeit reißt man das Gewebe aus dem Mörtel wieder heraus. Löst sich dabei auch die Altbeschichtung von der Wand, gilt sie als nicht tragfähig und muss erneuert werden.

Der Gewebeabreißtest, Foto: Heck Wall Systems

Der Gitterschnitt
Geht es vornehmlich um kleinere Renovierungen, reicht es, auf einfachere Prüfmethoden zu setzen. Bei der Gitterschnittprobe ritzt man mit einem Cuttermesser ein Karomuster in die Wand, drückt ein Panzerklebeband darüber und reißt es in einem Zuge ab. Fallen beim Einschneiden oder Abreißen über 30 Prozent der Karos von der Wand ab, ist die Altbeschichtung nicht tragfähig.

Die Gitterschnittprobe, Foto: Heck Wall Systems

Die Wischprüfung
Ebenfalls muss Abhilfe geschaffen werden, wenn die alte Wand kreidet. Das merkt man schon per einfacher Wischprüfung mit der Hand. Verschmutzungen, auch Veralgungen, müssen ebenso entfernt werden. Oft genügt hier ein Hochdruckreiniger.

Die Wischprüfung per Hand, Foto: Heck Wall Systems

Haarrisse im Putz?
Feine Haarrisse im Oberputz können mittels geeignetem Schlämmanstrich, zum Beispiel HECK SSM Strukturschlämme, überbrückt werden.

Mit einem Schlämmanstrich gegen feinste Haarrisse, Foto: Heck Wall Systems

Der Saugfähigkeitstest
Bei starker Saugfähigkeit des Untergrunds, zu testen am besten durch Benetzung mit Wasser, hilft eine Tiefengrundierung, zum Beispiel mit HECK TG W PLUS Tiefengrund, die den Putz festigt und dessen Saugfähigkeit reduziert.

Der Saugfähigkeitstest, Foto: Heck Wall Systems

Generell wird vor jeglichen Arbeiten an Wand bzw. Fassade, egal ob Anstrich oder Putzerneuerung, der Auftrag einer geeigneten Grundierung empfohlen, beispielsweise mit HECK UG Universalgrundierung.

Diese Praxistipps wurden zusammengestellt von Heck Wall Systems. Zahlreiche Videoclips zur Untergrundprüfung und -behandlung sind unter youtube.com/wallsystems zu finden.