Was ist ein „Editor“?

Was ist ein „Editor“?

Carsten Andrä, geschäftsführender Gesellschafter der C.A.T.S.-Soft GmbH in Gladenbach, beschäftigt sich heute mit der Frage: Was ist ein Editor?

Carsten Andrä, geschäftsführender Gesellschafter C.A.T.S.-Soft GmbH

Ein „Editor“ ist ein Programm zum Bearbeiten von Dateien. Als erstes denkt man dabei an Editoren für Texte. Einen einfachen Texteditor findet man unter Windows 10, indem man in der Suchleiste einfach einmal „Editor“ eintippt und die dann angezeigte Standard-App anwählt. Mit dieser können einfache Texte bearbeitet werden.  

Editoren haben immer zunächst Grundfunktionen der Bearbeitung wie Einfügen, Löschen und Überschreiben und meist zusätzliche Optionen wie Formatierungen oder eine Suchen-und-Ersetzen Funktion.

Die „großen Brüder“ der einfachen Texteditoren sind die Textverarbeitungsprogramme wie Microsoft Word® oder LibreOffice Writer®. Diese Programme haben neben den reinen Editorfunktionen viele zusätzliche Funktionen zur grafischen Textdarstellung, die aus dem Bereich des Desktop-Publishing, also der seitenbasierten Gestaltung kommen.

Manche Editoren lassen sich auch über sogenannte Plugins, also zusätzliche Modulpakete, zum Beispiel um Rechtschreibprüfungen für mehrere Sprachen, erweitern.

Editoren gibt es auf allen Betriebssystemplattform schon lange im Standardumfang. Sogar die ersten Unix-Computersysteme wurden bereits mit simplen Editoren zur Bearbeitung von Text- und Konfigurationsdateien ausgeliefert. Sowohl auf Windows-Systemen als auch auf Apple- oder Linux-Geräten und auf Smartphones mit Android oder iOS gibt es Apps in dieser Kategorie.

Ebenso gibt es Editoren für die unterschiedlichsten Dateitypen, also von Konfigurations- und Skriptdateien bis hin zu Hex-Editoren mit deren Hilfe von Experten Binärdateien auf Ebene der einzelnen Bytes (Speichereinheit bei Computern) geändert werden können also zum Beispiel in Bild- oder Programmdateien.

Eine besondere Rolle spielen in der Programmentwicklung sogenannte Quelltexteditoren. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie die sogenannte Syntax der jeweiligen Programmiersprachen kennen und entsprechend die Schlüsselworte darstellen können.

Im Folgenden ein Beispiel, wie das aussehen kann, dargestellt in der Anwendung Notepad++.

Was ist ein „Editor“?

Editoren sind also Programme, die eine Grundfunktionalität auf allen Geräten darstellen. Dabei ist der Funktionsumfang und die Aufgabe sehr vielseitig. Aus dem täglichen Umgang mit IT-Systemen sind Editoren nicht wegzudenken.