Was ist ein „Backup“?

Was ist ein „Backup“?

Was sich hinter dem oftmals verwendeten Begriff „Backup“ verbirgt, wollte Malerblog.net von Carsten Andrä, geschäftsführender Gesellschafter der C.A.T.S.-Soft GmbH, wissen. Hier lesen Sie seine Ausführungen dazu:

Carsten Andrä, geschäftsführender Gesellschafter C.A.T.S.-Soft GmbH

Ein „Backup“ bezeichnet in der IT grundsätzlich das Vorhandensein eines Sicherungssystems. Im üblichen Sprachgebrauch versteht man darunter die Sicherung der Daten um diese vor Verlust durch verschiedene Szenarien (Diebstahl, Feuer, Wasser, menschliches Versagen) zu
schützen.

In der Regel werden dazu Kopien der digitalen Daten angefertigt und auf verschiedenen externen Speichermedien gespeichert. Die meisten werden wohl das Kopieren der Daten auf externe Festplatten, USB-Sticks oder CD-ROM kennen.

Doch damit ein Backup im Fall des Falles auch seine Bestimmung erfüllen kann, reicht das alleinige Kopieren der Daten natürlich nicht aus. So muss zum Beispiel auch sichergestellt sein, dass die Sicherungskopien in funktionierender Weise zur Verfügung stehen, wenn diese benötigt werden. Was nützt es zum Beispiel im Brandfall, wenn die externe Sicherungsfestplatte direkt neben dem PC im Büro verwahrt wird?

Auch sollten immer mehrere Kopien (mindestens Großvater-Vater-Sohn Prinzip) angefertigt und an verschiedenen Orten verwahrt werden. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig, können Offline durchgeführt werden und/oder auch durch Onlinesicherungen in der Cloud ergänzt werden.

Ein wesentlicher Punkt, der bei allen Backup-Maßnahmen beachtet werden, aber häufig vergessen wird, ist, dass die ordnungsgemäße Durchführung der Backups vom Anwender bzw. dessen IT-Beauftragten kontrolliert werden und auch sichergestellt werden muss, dass eine Rücksicherung der Daten bei Bedarf möglich ist. Gegebenenfalls ist dies von Zeit zu Zeit zu testen.

Das Backup stellt damit einen wesentlichen Punkt dar, der beim Einsatz informationstechnischer Systeme von Bedeutung und von Anwenderseite immer zu beachten und umzusetzen ist. Nicht zuletzt schreiben daher auch gesetzliche Regelungen, wie zum Beispiel die GoBD oder die DSGVO entsprechende Backup-Maßnahmen vor.