Der Steuerzahlergedenktag und die halbfertigen Arbeiten

Der Steuerzahlergedenktag und die halbfertigen Arbeiten

In gut vier Wochen ist es wieder soweit, dann wird der „Steuerzahlergedenktag“ sein. Bis zu diesem Tag arbeitet der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland für öffentliche Kassen. Berechnet wird das alljährlich vom Bund der Steuerzahler. Für das letzte Jahr gingen 53,7 Prozent des Einkommens eines Durchschnittshaushalts als Steuern und Abgaben an den Staat. Der erste Tag, an dem der Steuerzahler für sich selbst arbeitete, war damit der 15. Juli 2019.

Aber wie ist das im Unternehmen? Da berechnet so etwas niemand. Und dabei ist es doch wirklich interessant, ab welchem Tag im Jahr der Unternehmer alle anfallenden Kosten und alle Abgaben und Steuern gedeckt hat. Denn ab diesem Termin arbeitet er für seinen Gewinn. Ab diesem Tag arbeitet er für sich. Das ist nicht nur interessant, es ist hochinteressant. Und trotzdem wissen nur die wenigsten Unternehmer, ab wann im Jahr sie für die eigene Tasche [Weiterlesen…]

Wissen, wo der Betrieb wirklich steht: Die halbfertigen Arbeiten

Bewertung der halbfertigen Arbeiten im Handwerk

Im Maler- und Stuckateurhandwerk werden in der Regel nicht alle Baustellen pünktlich zum Jahreswechsel fertig. Immer gibt es einige Projekte, die über das Jahresende hinaus und noch weit ins nächste Jahr hinein laufen. Und genau um diese Projekte geht es hier. Um Baustellen also, die noch nicht fertig sind, die sich noch in Ausführung befinden. Die Praxis bezeichnet das mit  „unfertigen Leistungen“, „teilfertigen Erzeugnissen“, „in Ausführung befindlichen Bauaufträgen“ oder ähnlichen Begriffen und meint mit alledem ein- und dasselbe: Eine Baustelle wurde begonnen, aber sie ist noch nicht fertig und abgenommen. Deshalb konnte noch keine Schlussrechnung geschrieben werden. Und so ist noch kein Umsatz entstanden. Hingegen sind bereits Aufwendungen für die betroffenen Projekte in Form von Material, geleisteten Arbeitsstunden und sonstigen Dienstleistungen anderer Unternehmen entstanden. Diese Aufwendungen wurden auch fleißig in die Finanzbuchhaltung eingebucht. Weil Aufwand ohne Umsatz zu einem negativen Betriebsergebnis führen würde und das ja schlichtweg falsch wäre, denn mit dem Aufwand wurde ja eine betriebliche Leistung erbracht, die nur deshalb noch kein Umsatz darstellt, weil sie eben noch nicht fertig und damit abrechenbar ist, genau deshalb sind die halbfertigen Leistungen für die Ermittlung des Betriebsergebnisses so [Weiterlesen…]