Maler-Nationalteam: Markus Müller freut sich auf die Herausforderung.

Maler-Nationalteam: Markus Müller aus Oberlungwitz freut sich auf die Herausforderung.Es gibt eins im Fußball und auch im Handball, im Eishockey und Biathlon ebenfalls. Die Liste ist lang und ließe sich unendlich mit weiteren Sportarten fortführen. Sportarten, die alle über Nationalmannschaften oder –Teams verfügen; mit Menschen, die voller Stolz für ihr Land und um den Sieg kämpfen. Wer wäre nicht gern ein Teil davon? Wohl die meisten von uns. Und genau so ein Nationalteam gibt es jetzt auch für Maler in Deutschland.

Malerblog.net traf Markus Müller, ein Mitglied des Nationalteams der Maler und plauderte mit ihm über eine aufregende Zeit und große Herausforderungen.

Markus Müller aus Oberlungwitz hat an Preisen und Auszeichnungen schon so einiges abgeräumt. Es begann alles damit, daß er seine Gesellenprüfung als Bester absolvierte – und zwar nicht als Bester einer Klasse, sondern eines gesamten Bundeslandes, nämlich Sachsen. Von da an ging es nur nach vorn. Bei verschiedenen Leistungswettbewerben auf Landes- und Bundesebene setzte er sich durch und ist jetzt Mitglied des 6-köpfigen Nationalteams der Maler. Hier überzeugte er die Jury mit Spachteltechniken, Rostimitationen und patinierten Arbeiten, die aussehen wie altes Kupfer.

Das macht natürlich mächtig stolz: „Das ist wirklich eine tolle Sache, echt schön. Man kommt total viel herum, wird überall erwähnt und benannt. Es ist richtig aufregend“, beschreibt Markus Müller diese außergewöhnliche Situation. Auch im Team herrscht eine gute Stimmung. „Natürlich sind wir auch Konkurrenten, aber zwischen uns besteht eine gute Freundschaft“, meint Müller und erzählt dann von einer Teambildungsmaßnahme in Stühlingen bei Sto, die dafür gedacht war, die Gruppe zusammen zu schweißen.

Next Stop „Euroskills 2014“?
Jetzt im Mai steht der nächste Wettbewerb vor der Tür. In Hamburg wird der eine Teilnehmer gesucht, der Deutschland bei den „Euroskills 2014“ in Lille/Frankreich vertritt. Doch hier wird ein noch härterer Wind wehen als bisher. Ging es bei den Leistungswettbewerben auf Landes- und Bundesebene noch darum ein bestimmtes, vorgegebenes Thema auszuarbeiten – und zwar nach eigenem Gutdünken, wird beim Auswahlverfahren zu den „Euroskills 2014“ die Meßlatte noch mal nach oben korrigiert. „Beim Landeswettbewerb hatten wir noch viel Zeit, beim Bundeswettbewerb war es dann schon weniger und bei den Euroskills wird die Arbeit noch schneller gehen müssen“, sagt Müller und erklärt dann weiter: „Zeitlich ist das alles schon sehr straff, man sollte vorher schon mal geprobt haben, sonst könnte es eng werden. Je schneller desto besser.“

Doch nicht nur die Zeit wird eine Rolle spielen, auch die Aufgabe wird für alle Teilnehmer die gleiche sein. Bewertet werden dann Ausführung, Sauberkeit und Ordnung. Müller ist gut vorbereitet für diese Challenge: „Hier wird die Aufgabe die Vergrößerung eines Logos sein. Allerdings darf auf Hilfsmittel wie Computer nicht zurückgegriffen werden. Alles muß händisch ausgeführt werden“, erklärt er.

Lampenfieber hat er nur, wenn das Ergebnis verkündet wird: „Ich bin immer am aufgeregtesten, wenn das Ergebnis da ist, vorher, bei der Arbeit selbst eher weniger. Da hat man ja zu tun und muß sich konzentrieren“.

Im Stuckateurhandwerk gibt es ein solches Nationalteam schon etwas länger und dieses kann auch bereits auf große Erfolge zurück blicken. Der letzte Gewinner der „World Skills“, die in Leipzig ausgetragen wurden, kam aus Deutschland. Andreas Schenk wurde Weltmeister. Vielleicht ein extra Ansporn für die jungen Maler ihr Allerbestes zu geben.

Malerblog.net drückt die Daumen für einen weiteren Sieg.

Beide Teams haben auch eine eigene Website:
Homepage des Nationalteams der Maler: http://www.nationalteam-maler.de/
Homepage des Nationalteams der Stuckateure: http://www.nationalteam-stuckateure.de/

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 “Von Ost nach West”, aus Malerblatt 11/2012