Frauenpower in Hamburg: Nina und Rowena sind leistungsbeste Malerinnen.

Nina Thielvoldt aus Hamburg-Eimsbüttel und Rowena Cordes aus Groß Borstel, sind frischegbackene Malerinnen und haben ihre Gesellenprüfung beide mit der Note 1 abgeschlossen.

Obermeister Thomas Rath (M.) gratuliert Nina Thielvoldt (l.) und Rowena Cordes. Foto: Maler- und Lackierer-Innung Hamburg

112 Gesellinnen und Gesellen der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg wirken dem Fachkräftemangel entgegen. Dies betonte Obermeister Thomas Rath anlässlich der Freisprechungsfeier, auf der die frisch gebackenen Fachkräfte ihre Gesellenbriefe und Zertifikate entgegennahmen. „Fachkräfte werden in unserem Gewerk dringend gebraucht. Daher haben die 112 Absolventinnen und Absolventen hervorragende Zukunftsaussichten“, so Thomas Rath. Insgesamt 18 der jungen Nachwuchskräfte wurden wegen ihrer hervorragenden Leistungen besonders geehrt. Unter ihnen waren Nina Thielvoldt aus Hamburg-Eimsbüttel und Rowena Cordes aus Groß Borstel, die beide ihre Ausbildung mit der Note 1 abgeschlossen haben. „Darauf habe ich hingearbeitet“, sagt Nina. „Ich bin sehr glücklich, dass es wirklich funktioniert hat.“ Rowena ergänzt: „Ich habe sehr viel geübt, um zu diesem tollen Ergebnis zu kommen.“

Rowena, Nina und die weiteren 110 Gesellinnen und Gesellen haben zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Sie können weitere Berufspraxis in einem Innungsfachbetrieb sammeln, wie es Rowena jetzt in ihrem Ausbildungs- und Innungsfachbetrieb DIE MALERPROFIS – Malermeister Uderstadt GmbH tun wird. Später haben die Absolventen die Möglichkeit, eine Führungsposition zu übernehmen, beispielsweise als Baustellenleiter oder Vorarbeiter. Einige der Absolventen haben dank des dualen Studiengangs „Betriebswirtschaft KMU“ bald ihren Bachelor in der Tasche, so auch Nina vom Innungsfachbetrieb Thielvoldt GmbH, die diesen Abschluss in einem Jahr anstrebt. Zudem besteht mit dem Erwerb des Meisterbriefes die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen oder einen Malerbetrieb zu übernehmen. „In den kommenden Jahren werden viele Nachfolger gesucht“, sagt Thomas Rath. Rowena und Nina planen beide, später ihren Meisterbrief zu erwerben.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben sich die Ausbildungsergebnisse der 112 Gesellinnen und Gesellen deutlich verbessert – so wurde mehr als jede/r zehnte Absolvent/in mit hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Unter den 20 freigesprochenen Frauen wurden sogar 30 Prozent als Leistungsbeste ausgezeichnet – das Maler- und Lackiererhandwerk ist längst kein reiner Männerberuf mehr. Mit den Innungsfachbetrieben Thielvoldt und DIE MALERPROFIS wurde erneut bewiesen, dass die Betriebe der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg durch ihre hohe Ausbildungsqualität überzeugen. „Wir lassen bereits seit 2009 die Qualität unserer Ausbildung erforschen und haben gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität Instrumente zur Optimierung der Ausbildung entwickelt“, sagt Holger Jentz, Vorsitzender des Bildungsausschusses. „Die hervorragenden Ausbildungsergebnisse zeigen, dass die Anstrengungen unserer Innungsfachbetriebe jetzt Früchte tragen.“

Wegen des akuten Fachkräftebedarfs haben viele der 112 Gesellinnen und Gesellen bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche. „Wer noch keine Beschäftigung gefunden hat, dem helfen wir gerne bei der Jobvermittlung“, sagt Franziska Grunwaldt, Geschäftsführerin der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg. „Viele unserer Innungsfachbetriebe suchen noch qualifizierte Fachkräfte, daher profitieren beide Seiten.“