Datenschutz beim Handy: So liest kein Dritter mit

Datenschutz beim Handy: So liest kein Dritter mit
Smartphones sind heutzutage auf der Baustelle als Werkzeug nicht mehr wegzudenken. Aber auf der anderen Seite sind natürlich mobile Geräte auch besonders anfällig für Hackerangriffe und Verlust und damit auch dem möglichen Verlust von persönlichen oder vertraulichen Daten. Das gilt es, nicht erst seit in Kraft treten der DSGVO, natürlich bestmöglich zu vermeiden.

Daher müssen Daten auf mobilen Geräten, die beruflich genutzt werden, immer verschlüsselt gespeichert werden. Das machen sowohl Android, ab Version 6. als auch iOS, das Betriebssystem des Herstellers Apple, bereits werkseitig. Die auf den Geräten befindlichen Daten sind nur lesbar, wenn das Gerät entsperrt ist.

Sperrfunktion nutzen 
Das bedeutet, dass der Anwender immer eine sichere Sperrfunktion für sein Smartphone aktiviert haben sollte. Die Gerätehersteller stellen dafür unterschiedlich sichere Varianten von der PIN über Passworte bis hin zu biometrischen Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung bereit. Der Chef sollte die Notwendigkeit der Gerätesperre auch entsprechend kommunizieren und kontrollieren, insbesondere wenn Mitarbeiter Handys einsetzen, auf denen sich Firmendaten befinden, um letztlich auch in diesem Punkt den Datenschutzanforderungen nachzukommen.

Trotzdem kann natürlich technisch bedingt mit entsprechendem Aufwand und insbesondere dann, wenn das Gerät physisch vorliegt und direkt an einen PC angeschlossen werden kann, die Verschlüsselung bzw. die Sperrung des Smartphones geknackt werden.

bessere Technik, besserer Schutz
Dies will nun Apple bei seinen iPhones weiter erschweren und dazu die Funktion des iPhone Steckers (Lightning-Anschluss) verändern. Zukünftig soll es darüber nicht mehr möglich sein, die Sperre des Smartphones auszuhebeln, während das Laden des iPhones wie gewohnt weiter möglich bleibt.

Hintergrund ist ein Fall in den USA, in dem Apple zunächst vom FBI verpflichtet werden sollte, das Handy eines Verdächtigen zu entsperren. Als Apple sich dem widersetzte, erwarb das FBI eine Schwachstelle, die die Entsperrung auch ohne Apple ermöglichte. Diese Lücke würde durch das angestrebte Vorgehen von Apple geschlossen und die Entsperrung somit deutlich erschwert.

Laut eigener Aussage geht es Apple vor allem darum, seine Geräte besser gegen Hackerangriffe zu schützen und das Abgreifen persönlicher Informationen bei seinen Anwendern zu verhindern.

Auch wenn die wenigsten Maler- und Stuckateurbetriebe hinsichtlich der Smartphones wohl in das Fadenkreuz der Geheimdienste bzw. der Strafermittlungsbehörden kommen werden, so befinden sich doch auf fast jedem Smartphone Daten, die es zu schützen gilt. Je besser die Technik, desto besser der Schutz.