Auf Öl- oder Wasserbasis? Wie sich Holzlasuren unterscheiden

Für Gartenmöbel, Terrassen, Zäune, Balkone und Pergolen aus Holz gibt es Lasuren auf Öl- wie auch auf Wasserbasis. Beide lassen Hölzer wie neu aussehen und schützen sie vor Sonne, Wind und Wetter. Doch sie unterscheiden sich in manchen Punkten wie Experte Frank Lipfert vom Naturfarben-Hersteller Natural weiß.

Foto: natural-farben.de

Lipfert nennt drei Entscheidungskriterien:

1) Farbwirkung
Wer einen kräftig-leuchtenden Farbton wünscht, ist mit Lasuren auf Wasserbasis (H2-Lasuren) besser bedient. Denn Wasser ist ein besserer Pigmentträger als Öl. Die Farbpartikel dringen nicht so tief ins Holz, sondern sitzen mehr auf der Oberfläche. Zudem beeinflusst das Leinöl in Naturöl-Lasuren mit seinem gelblichen Grundton weiße und rote Farben. Lasuren auf Wasserbasis gibt es dagegen in einem klaren Pazifik-Blau, Chili-Rot, Avocado-Grün und sogar in Metallic-Gold oder -Silber, aber auch in vielen verschiedenen Holztönen.

2) Verarbeitung
„Holz und Öl sind eine Traumkombination“, so Lipfert. Naturöle dringen in die Poren ein und erhöhen so die Strapazierfähigkeit. Die natürliche Oberfläche von Holz bleibt erhalten, es kann atmen. Dagegen stellen sich bei Wasserlasuren die Holzfasern auf, wenn sie mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen. Daher ist bei H2-Lasuren nach dem zweiten Auftrag ein Zwischenschliff mit feinem Sandpapier nötig.

3) Lösemittel?
H2-Farben und auch Naturöl-Lasuren sind völlig frei von synthetischen Lösemitteln und damit ökologisch unbedenklich. Grundsätzlich sind in allen Bereichen, in denen das Holz Wind und Wetter ausgesetzt ist, drei Anstriche nötig. Die ersten beiden Anstriche erfolgen mit der Farblasur, der dritte ist ein farbloser Überzug, der als Wetterschutz fungiert und mit der Zeit abwittert.

Für Naturlasuren spricht generell ihre einfache Handhabung. Es genügt, die Oberflächen vorher zu reinigen. Anders bei synthetisch hergestellten Produkten. Künstliche Harze werden sehr hart und beginnen nach einiger Zeit abzublättern. Vor einem neuen Anstrich muss die Oberfläche deswegen abgeschliffen werden. Naturharze verwittern dagegen nach und nach, sie „stauben“ ab. Besonders von Vorteil ist das bei geriffelten Terrassendielen, die sich nur mühsam mit der Drahtbürste abschleifen lassen.

Mehr Infos:
Natural-Farben.de
Lipfert u. Co. e.K.
Wöhrdstraße 44
D-96215 Lichtenfels
https://natural-farben.de

Hinweis: Es handelt sich um eine Produktinformation des Herstellers, für deren Inhalt Malerblog.net keine Haftung übernimmt.