Was ist ein „Browser“?

Was ist ein „Browser“?

Der Begriff „Browser“ ist aus dem allgemeinen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken, wenn es um den Zugriff auf das Internet geht. Doch was ist das eigentlich? Dazu haben wir Carsten Andrä, geschäftsführender Gesellschafter der C.A.T.S.-Soft GmbH, befragt, der die folgenden Anmerkungen dazu ausführt:

Carsten Andrä, geschäftsführender Gesellschafter C.A.T.S.-Soft GmbH

Zunächst bezeichnet man als einen Browser eine Software, die dazu dient, sich mit einer grafischen Oberfläche innerhalb einer Umgebung zu bewegen. Dies kann zum Beispiel das Dateisystem des Computers oder eine Datenbank sein. Man spricht dann von einem Dateibrowser bzw. einem Datenbankbrowser.

Am gebräuchlichsten ist die Verwendung des Begriffes aber im Bereich des Zugangs zum Internet. Ein Internetbrowser ist hierbei das Programm, mit dem man sich auf den Seiten des Internets bewegt, speziell in einem „kleinen“ Bereich des Internets nämlich des World-Wide-Web (WWW).  

Als häufig verwendete Internetbrowser sind aktuell der Microsoft Edge-Browser, der Google Chrome sowie der Firefox Browser zu nennen. In der Apple-Welt sollte man den Begriff Safari schon einmal gehört haben.

Mehr als nur Webseiten anzeigen
Diese modernen Browser können weit mehr als nur statische Internetseiten in HTML (Hypertext Markup Language) im World Wide Web anzuzeigen. Der Browser stellt auch eine Vielzahl verschiedener Bild- und Videoformate direkt und ohne Zusatzprogramme dar und kann auch als Anzeigeprogramm für andere gebräuchliche Dateiformate wie XML oder PDF verwendet werden.

Darüber hinaus können Browser innerhalb des Browserfensters auch Programme ausführen, die sich im Internet auf dem entsprechenden Server befinden und als Dienste bereitgestellt werden. Als Beispiel ist hier zum Beispiel der Email-Zugang im Browser, mit dem man sein Postfach abfragen, neue Emails schreiben oder beantworten kann. Natürlich kann man dann auch Anlagen von seinem lokalen Rechner beifügen oder Dateien aus einer Email lokal abspeichern.

Ein weiteres Beispiel sind die Browservarianten des Zusammenarbeitstools Microsoft Teams, Videodienste wie Zoom oder der Zugriff auf in der Cloud bereitgestellte Rechnerarbeitsplätze zum Beispiel per Remote-Desktop-Protokoll, kurz RDP.

Internetbrowser oder auch Webbrowser sind damit heute wahre Multitalente geworden, die damit auch eine große Rolle für das plattformunabhängige Arbeiten über mehrere Geräteklassen (Smartphone, Tablet, PC, SmartTV) und Betriebssysteme hinweg spielen.

Sicherheit beachten – Das Tor zum Internet
Dieser große Vorteil moderner Internetbrowser hat aber auch zur Folge, dass diese auf viele lokale Ressourcen zugreifen dürfen. So muss zum Beispiel bei Benutzung einer Videokonferenzplattform der Zugriff auf die lokale Webcam und das Mikrofon gewährt werden, bei einer Verbindung zu einem Rechner in der Cloud müssen ggf. lokale Drucker oder USB-Schnittstellen genutzt werden können.

Die Folge ist, dass der Webbrowser damit eine Vielzahl an Berechtigungen auf dem lokalen Rechner hat, und gleichzeitig das direkte Bindeglied zum Internet darstellt. Das erfordert insbesondere in Bezug auf die Sicherheit besondere Beachtung, denn obwohl moderne Browser viele Sicherheitsfeatures bereits von Haus aus mitbringen, können immer Fehler passieren. Der Browser muss daher, genau wie das Betriebssystem, immer durch die Installation von aktuellen Updates auf dem neusten Stand gehalten und durch Antivirensoftware und Firewall geschützt werden.