Konjunktur-Prognose 2019: Aufschwung, Abschwung, Stagnation?

Konjunktur-Prognose 2019: Aufschwung, Abschwung, Stagnation?

Die Deutschen sind geradezu erfolgsverwöhnt. Die deutsche Wirtschaft brummt seit Jahren. Da schlägt die Mitte Dezember veröffentlichte Meldung des ifo-Instituts fast schon ein wie eine Bombe. „In den deutschen Chefetagen wachsen die Sorgen. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 101,0 Punkte gefallen, nach 102,0 Punkten im November. Die Unternehmen waren erneut weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch ihre Erwartungen trübten sich weiter ein. In diesem Jahr fällt die Bescherung für die deutsche Wirtschaft mager aus“ – so lautet das Fazit der ifo Konjunkturumfrage im Dezember 2018. Davon betroffen sind vor allem das Verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungssektor sowie der Handel. Im Bauhauptgewerbe sieht die Welt noch anders aus. Hier verharrt laut ifo-Institut das Geschäftsklima auf dem sehr hohen Niveau des Vormonats. Die Baufirmen schätzten ihre Lage aktuell noch einmal etwas besser ein. Die Erwartungen hingegen fielen leicht.

Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sehen den Baumarkt ebenfalls weiter auf stabilem Wachstumskurs. Wenn auch am Konjunkturhorizont derzeit einige dunkle Wolken zu erkennen seien, für den Wirt­schaftsbau gelte dies nicht. Das erklärten der Präsident des HDB, Dipl-Ing. Peter Hübner, und Dipl-Ing. Reinhard Quast, Präsident des ZDB, gemeinsam auf der Jahresabschlusspressekonferenz in Berlin. Sie erwarten für das laufende Jahr eine nominale Wachstumsrate der Umsätze in dieser Sparte von 7 %, die 2019 nur leicht auf 6 % zurückgehen soll. „Zwar sind die Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft nach unten revidiert worden. Betroffen wäre die deutsche Bauwirtschaft aber erst dann, wenn deutsche Industrieunternehmen aufgrund verschlechterter Absatzerwartungen im Ausland ihre Investitionen – darunter auch in Bauten – im Inland zurückfahren würden“, erklärten Hübner und Quast. Davon sei aber in den aktuellen Investitionsumfragen nichts zu sehen.