Feuchte Mauern? Ran an die Problemzonen mit Sanierputzen

Sensible Problemzonen – auch Häuser kennen das. Bei Sanierungen treten im Mauerwerk besonders die Stellen zutage, die durch Feuchte und Salze belastet sind. Dort bröckelt der Putz, es zeigen sich feuchte Flecken und Ausblühungen.

Foto: Heck Wall Systems

Seit mehr als 40 Jahren arbeiten Hersteller an der Entwicklung spezieller Sanierputze. Sie zeichnen sich durch ihre verminderte kapillare Leitfähigkeit aus. Dadurch verhindern sie, dass Wasser in flüssiger Form die Putzoberfläche erreicht – es verdunstet bereits im Sanierputzquerschnitt. In gelöster Form mittransportierte Salze werden dabei im Sanierputz dauerhaft eingelagert und erreichen die Oberfläche erst gar nicht. Diese Spezialmörtel geben aber trotzdem Wasser als Wasserdampf an die Luft ab, so dass Mauern weiter austrocknen. So werden Feuchteflecken, Salzausblühungen und in der Folge unweigerliche Schäden unterbunden.

Das denkmalgeschützte Schloss Leupoldsdorf im Fichtelgebirge vor und nach der Sanierung. Foto: Heck Wall Systems

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V. (WTA) gibt seit 1985 ein Merkblatt zu Sanierputzen heraus, das immer wieder aktualisiert wird, um die Einsatzmöglichkeit und Wirksamkeit dieser Produktgruppe differenziert zu beschreiben. „Viele Hersteller lassen ihre Produkte von der WTA zur Qualitätssicherung zertifizieren“, sagt Heiko Faltenbacher, Prokurist und Leiter Marketing bei Heck Wall Systems. Das Unternehmen aus dem oberfränkischen Marktredwitz hat bereits die vierte Generation seines Rajasil-Sanierputzsystems auf den Markt gebracht und arbeitet kontinuierlich an der weiteren Entwicklung. Verbesserungen in der Zusammensetzung führten dazu, dass sich die wasserabweisenden Eigenschaften des Putzes schneller bereits während des Trocknungsprozesses entfalten. Das verhindert, dass Salze in den frischen Sanierputz einwandern können und erhöht damit die Haltbarkeit erheblich. Auch die Haft- und Verarbeitungseigenschaften werden dadurch optimiert.

Doch der Sanierputz alleine kann nicht alle Feuchteprobleme lösen, warnt Faltenbacher. Letztlich bekämpft er nur die Symptome. Die Ursachen des Wassereintritts ins Mauerwerk sollten daher stets durch Abdichtungsmaßnahmen behoben werden. Unter Umständen empfiehlt es sich, eine nachträgliche Horizontalsperre einzubauen, die das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem erdberührten Bereich verhindert. Dazu stehen spezielle Injektionsmittel, z. B. Injektionscremes, zur Verfügung. In anderen Fällen ist ein fachgerechter Anschluss des Haussockels ans Erdreich nötig. Oder das mit Erde umgebene Mauerwerk muss abgedichtet werden.

Die Sanierputze geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab, so dass Mauern weiter austrocknen. Foto: Heck Wall Systems

„Meistens greift bei einer Sanierung ein System verschiedener Komponenten“, so die Erfahrung des Experten. Sein Rat: Überall dort, wo Feuchtigkeit und Salze dem Mauerwerk zu schaffen machen, sollten Fachleute zuerst ein gründliche Bestandsaufnahme vornehmen. „Sanierputze bilden aber immer einen zentralen Baustein, wenn es darum geht, Mauern langfristig vor Schäden zu schützen.“

Weitere Infos:
HECK Wall Systems GmbH & Co. KG
Thölauer Straße 25
95615 Marktredwitz 
www.wall-systems.com

Hinweis: Es handelt sich um eine Produktinformation des Herstellers, für deren Inhalt Malerblog.net keine Haftung übernimmt.